Historie-Arbeitskreis-Glashütten Taunus
Historie-Arbeitskreis-Glashütten Taunus

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Bedeutende Persönlichkeiten aus Historie und Kultur

(Auswahlkriterien für die noch lebenden Personen: Auszeichnungen und Preise)

Abb.1: Altbürgermeister Johann Friedrich Marx; sein Einsatz für die Heimatgeschichte bleibt vorbildlich (Foto: Archiv).

Schloßborn:

Altbürgermeister Johann Friedrich Marx (1881-1955) (Abb. 1)

Wie kein anderer Bürgermeister der drei Ortsteile hat er die Geschichte der damals selbständigen Gemeinde Schloßborn und ihre historische Einbindung erfasst und aufgeschrieben. Im Gemeindearchiv befinden sich viele seiner handschriftlichen Aufzeichnungen, häufig auch in Form von Daten- und Namenzusammenstellungen.

 

Abb. 2: Der Komponist Richard Rudolf Klein nach einem Konzert mit der Pianistin Angelika Nebel (Foto aus Privatbesitz Ingrid Berg).

Richard Rudolf Klein, Professor (1921-2011) (Abb. 2)

Hochschullehrer in Frankfurt und Komponist von überregionaler Bedeutung. Seit 1960 Schloßborner Bürger. Zu Lebzeiten sehr interessiert am kulturellen Leben in Glashütten und aktiver Förderer des Kulturkreises. Träger des Hessischen Verdienstordens.

Abb. 3: Christopher Park (Foto: Michael Dannenmann)

Christopher Park (geb. 1987) (Abb. 3)

Pianist, arbeitet mit Dirigenten von internationalem Ruf zusammen (z.B. Christoph Eschenbach), in Schloßborn aufgewachsen; gibt immer wieder Konzerte auch in Glashütten; Träger wichtiger Preise im musikalischen Bereich, z.B. Leonard-Bernstein-Award.

Abb. 4: Klaus Dill vor einem seiner Plakate (Aus: Klaus Dill, Filmplakate, Bergisch Gladbach 1997).

Oberems

Klaus Dill (1922-2000) (Abb. 4)

Graphiker, Maler, insbesondere von Filmplakaten, Buchillustrationen (Winnetou u.a. ähnliche Themen), aber auch Landschaftsbilder aus der Region, z.B. von Oberems. Mehrere Ausstellungen beim Kulturkreis Glashütten e.V. Träger des „Filmband in Gold“ 1997 in Berlin für seine Lebensleistung.

Abb. 5: Die früh verstorbene Bettina Marder (Foto: Familienbesitz Dr. Wolf Marder).

Glashütten

Bettina Marder (1942-1964) (Abb. 5 u. 6)

Tochter der nach 1945 in Glashütten und Umgebung über viele Jahre tätigen Ärztin Dr. Ellen Marder. Bettina ist in Glashütten aufgewachsen und war eine viel zu früh verstorbene Hoffnungsträgerin im Bereich der Literatur, wie Marie Luise Kaschnitz sie bezeichnete beim Erscheinen des einzigen Buches „Schnee“ 1965 im Claassen-Verlag.

Abb. 6: Schutzumschlag ihres Buches von 1965.

Der Band (nur noch antiquarisch erhältlich) beinhaltet zwei Erzählungen von erschütternder Eindringlichkeit: „Der Schatten“ und „Schnee“. Bettina Marder schildert darin ein Dasein zwischen Traum und Wirklichkeit und stellt ihre Ich-Erzählerinnen in eine trostlose Leere, die kennzeichnend zu sein scheint für die Generation der frühen 60er, die sich unverstanden fühlte, aber auch keine Zuwendung annahm. „Mein Leben….quält nicht, erfreut nicht, ist einfach nur da“, so schreibt die an einer Gehirnhautentzündung allzu früh verstorbene junge Bettina Marder.      

Manfred Roeder, Dr. jur. (1900-1971)

Im Dritten Reich 1942 Chefankläger, insbesondere beim Verfahren gegen die Mitglieder der „Roten Kapelle“. Von diesen wurden 45 Personen zum Tode verurteilt.

Ab Ende 1963 Bürger von Glashütten, Mitglied des Gemeindevorstands von 1964 bis 1968; von Herbst 1968 bis Mai 1971 Erster Beigeordneter. In Wikipedia wird unter „Glashütten im Taunus“ Manfred Roeder als einzige Persönlichkeit von Bedeutung genannt.

Abb. 7: Die Organistin Rosalinde Haas an der Orgel der Oranierkirche in Wiesbaden-Biebrich (Foto: Privatbesitz)

Rosalinde Haas (geb. 1932) (Abb. 7)

Organistin mit Ausbildung u.a. in Rom; Kirchenmusikdirektorat in Frankfurt (1956-1980 St. Leonhard; 1980-1992 Mutter vom Guten Rat, Niederrad), Professur an der Robert Schumann Hochschule, Düsseldorf. Einspielung des gesamten Orgelwerks von Max Reger auf CD; viele andere Radio- und CD-Aufnahmen. Seit 1970 wohnhaft in Glashütten. Ausbilderin etlicher Organisten und Einsatz für die Orgel in der Glashütter Kirche St. Philippus und Jakobus. Diverse Ehrungen und Auszeichnungen.

Abb. 8: Ralf-R. Hübner am Schlagzeug (Foto: Privatbesitz).

Ralf-Rainer Hübner (geb. 1939) (Abb. 8)

Bedeutender Schlagzeuger, Komponist und Maler. Kam in den frühen 60er Jahren aus Berlin in die Frankfurter Jazz-Band von Albert Mangelsdorff. Viele Jahre lang Mitglied im Jazz-Ensemble des Hessischen Rundfunks. Etliche CD-Einspielungen mit allen Größen der Jazz-Szene. Seit 1999 wohnhaft in Glashütten. Letztes öffentliches Konzert 2011 im Frankfurter Palmengarten; seitdem ausschließlich Maler mit Ausstellungen u.a. beim Kulturkreis Glashütten e.V. Ralf R. Hübner erhielt 2001 den hessischen Jazzpreis.

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06174-62389

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