Historie-Arbeitskreis-Glashütten Taunus
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Neues aus der Wissenschaft

Am Otto-Schott-Institut für Materialforschung der Friedrich-Schiller-Universität in Jena werden derzeit Untersuchungen gemacht, die klären sollen, wie die opak-rote Farbe des Glases, das in größeren Mengen bei den Ausgrabungen an der mittelalterlichen Taunus-Glashütte „Unterhalb Dornsweg“ gefunden wurde, zustande kommt. Gleichzeitig fanden Vergleiche statt mit äußerlich ähnlich aussehenden neuzeitlichen Glasfunden aus Wieda/Harz.

Einen ersten Überblick über die Ergebnisse gibt das folgende Poster wieder.

Die Rotfärbung dürfte auf kleinste fein verteilte Partikel von metallischem Kupfer zurückzuführen sein.

Wieso das Glas undurchsichtig ist und mehr japanischen Lackarbeiten ähnelt als Glas, ist noch nicht 100%ig geklärt. Untersuchungen mit dem Raster-Elektronenmikroskop lassen vermuten, dass der Grund entweder in der Streuung an fein verteilten Partikeln von Kupferoxid oder an kleinsten Tröpfchen, die sich beim Erstarren der Glasmasse in unterschiedlicher Weise verfestigt haben (Phasentrennung), liegt. Dass eine solche Phasentrennung tatsächlich auftritt, wird unterstützt durch die Beobachtung, dass beim versuchsweisen Wiedereinschmelzen die Viskosität unerwartet stark erhöht ist.

Das opak-rote Glas aus Wieda sieht nur in der Aufsicht ähnlich rot aus. Es ist im Gegensatz zu dem aus dem Taunus schwach durchscheinend und sieht in der Durchsicht eher bläulich aus (dichroitisches Glas). Die Untersuchungen dauern noch an.

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Ingrid Berg

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