Historie-Arbeitskreis-Glashütten Taunus
Historie-Arbeitskreis-Glashütten Taunus
Gedenkschrift für Peter Steppuhn
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Gedenkschrift für Peter Steppuhn

Herausgegeben von

Gerd Dethlefs - Wieland Kramer Christian Leiber - Hermann Wessling
Prometheus Verlag

 

Eine Glashüttenregion gewinnt an Bedeutung

Der Beitrag von Peter Steppuhn zur Glashüttenforschung im Taunus

Zwei sichtweisen auf eine Person


Ingrid Berg und Udo Recker

Abb. 1 – Peter Steppuhn, fröhlich, aufgeschlossen, unkonventionell. (Foto: Uwe Berg)

Die archäologische Erforschung der hochmittelalterlichen bis frühneuzeitlichen Glaslandschaft des Taunus wird immer mit dem Namen Peter Steppuhn verbunden bleiben.
Sein viel zu früher Tod hinterlässt – auf der persönlich menschlichen wie der wissenschaftlichen Ebene – eine bleibende Lücke. Ausgehend von ehrenamtlichen Initiativen im Hochtaunus, insbesondere des Kulturkreises Glashütten e.V., hat sich seit den frühen 2000er Jahren nach und nach auch die institutionalisierte Archäologie in Hessen diesem Forschungsbereich genähert, dies gilt sowohl für die Kommission für Archäologische Landesforschung in Hessen e.V. (KAL) wie auch für die hessische Landesarchäologie. Garant für die hohe Qualität der durchgeführten archäologischen Untersuchungen war dabei stets Peter Steppuhn – unbestritten ein ausgewiesener Spezialist auf dem Gebiet der archäologischen Glasforschung und zuletzt sicherlich nicht ein, sondern der Fachmann auf dem Gebiet der archäologischen Erforschung der Glashüttenlandschaft des Taunus.
Die beiden Autoren dieses Beitrags sind bemüht, aus ihrem jeweils spezifischen Blickwinkel und der eigenen Betroffenheit heraus einen knappen Einblick in das Wirken Peter Steppuhns im Taunus zu gewähren und sein wissenschaftliches Vermächtnis zu würdigen. So kommt es zu zwei Sichtweisen auf eine Person, die untrennbar miteinander verbunden sind.


„… ahnte ich noch nicht im mindesten, welche Dimensionen sich aus diesem ersten Kontakt ergeben würden …“ – die Sichtweise der Heimatforscherin
„Als die Vorsitzende des Kulturkreises Glashütten e.V., Frau Ingrid Berg, mich im Rahmen einer Glastagung im September 1999 ansprach, um sich nach der Möglichkeit der Durchführung archäologischer Untersuchungen an historischen Glasbetrieben in der Gemeinde Glashütten zu erkundigen, ahnte ich noch nicht im mindesten, welche Dimensionen sich aus diesem ersten Kontakt ergeben würden […]“, so Peter Steppuhn 2006 im Heft 13 „Waldglashütten im Taunus“ der vom Freilichtmuseum Hessenpark, Neu-Anspach, herausgegebenen Schriftenreihe. Bei der von Steppuhn genannten Veranstaltung handelte es sich um die Jahrestagung des Fachausschusses V der Deutschen Glastechnischen Gesellschaft (DGG), die im Jahr 1999 in der Glasfachschule Hadamar stattfand, also nicht weit von Glashütten entfernt. (Abb. 1)

Dass ich mich damals vertrauensvoll an den mir bis dato unbekannten Archäologen Dr. Peter Steppuhn wandte, hat eine Vorgeschichte: Seit dem Jahr 1985 hatte sich der Kulturkreis Glashütten zunächst mit der Geschichte des Ortes selbst, dann zunehmend mit der Geschichte der Glashütten des Taunus beschäftigt. Es war anfänglich der rührige Heimatforscher Helmut Müller (1923-2003), der immer wieder auf die Notwendigkeit einer Aufarbeitung hinwies, denn sehr wenig war bisher zweifelsfrei erforscht und schriftlich niedergelegt worden. Im Gegenteil, bei näherem Hinsehen und Recherchieren ergaben sich mehr Fragen als Antworten. Archivalisch abgesichert war die Tatsache, dass der Ort Glashütten im Jahr 1685 gegründet worden war, nachdem ein Glasbetrieb seine Produktion eingestellt hatte. Dann gab es aber noch eine Alte Glashütte und eine Neue Glashütte. Standen diese miteinander in direktem Zusammenhang? Die Ende des 19. Jh. intensiv tätig gewesene Reichs-Limeskommission war am Hang des Glaskopfes auf etliche Glasscherben im Gelände gestoßen, die sogar als mögliche Produkte römischer Glasfertigung im Taunus in die Literatur eingegangen sind.1 Bei den von Louis Jacobi „dicht am Pfahlgraben gefundenen alten Glasöfen“, an denen er römische Glasbruchstücke gefunden haben will, dürfte es sich mit Sicherheit um den Standort „An der Emsbachschlucht“ gehandelt haben, der um das Jahr 1980 von Hans-Peter Mielke einem kleinen Grabungsschnitt unterzogen worden war und von ihm auf das 17. Jh. datiert wurde, obwohl das oberflächlich zutage getretene Fundmaterial selbst Mielke sehr viel älter zu sein schien.2 Mielke ging sogar so weit, dass er ein Verzeichnis einer Glashütte bei Oberems aus dem Jahr 1617 3 dem Standort am Emsbach zuordnete, obwohl durch den Flurnamen „Auf der alten Glashütte“ im Gemeindewald von Oberems ein anderer Hüttenplatz in der Literatur bekannt war. Erst die archäologischen Untersuchungen dreier spätmittelalterlicher Glashüttenstandorte durch Peter Steppuhn ergaben zweifelsfreie örtliche und zeitliche Zuordnungen; der Glashüttenstandort „An der Emsbachschlucht“ stammt weder aus der Römerzeit, noch ist er neuzeitlich, sondern ist in die Mitte des 15. Jh. zu datieren.
Unsere kleine Gruppe von vier Heimatforschern, die sich in Flur und Feld umsahen und auch im Hessischen Hauptstaatsarchiv, Wiesbaden, nach Antworten suchten, hatte das große Glück, dass der bedeutende Glastechnologe und Glashistoriker Werner Loibl (1943-2014), zunächst noch Leiter des Spessartmuseums Lohr a. M., später während seines Ruhestands zunehmend Interesse an der Taunus-Region entwickelte und ab Mitte der neunziger Jahre des vorigen Jahrhunderts einen seiner archivalischen Forschungsschwerpunkte auf unseren Bereich legte. Aber auch er konnte viele Fragen nicht beantworten und empfahl das Beiziehen von Archäologen und Ausgrabungen vor Ort. Das Landesamt für Denkmalpflege Hessen (LfDH) bzw. dessen damalige Fachabteilung für Archäologische und Paläontologische Denkmalpflege – heute hessenARCHÄOLOGIE – war interessiert, aber sah sich zum damaligen Zeitpunkt nicht in der Lage, selbst aktiv zu werden.
Ein Besuch in Höxter brachte uns mit dem dortigen Stadtarchäologen Andreas König zusammen und im Gespräch fiel der Name Dr. Peter Steppuhn. So wie dieser von Andreas König beschrieben wurde, war Steppuhn ein Spezialist für Glasforschung, dazu ein netter, umgänglicher, unkonventioneller Mensch, der auch bereit sein könnte, neue Wege zu beschreiten. Und tatsächlich war dieser Peter Steppuhn Teilnehmer der Fachtagung 1999 in Hadamar, und ich traute mich, ihn anzusprechen und ihm unsere Situation zu schildern. Er war damals in Lübeck tätig und musste gleich nach der Tagung wieder in den Norden zurück. Aber er war sofort bereit, auf den Tagesordnungspunkt „Besichtigungen“ im Anschluss an die Fachvorträge zu verzichten. „Der Limburger Domschatz läuft mir nicht weg, da komme ich eben mal mit zu Ihnen nach Glashütten“, so seine schnelle Entscheidung. Und danach lief alles wie am Schnürchen.

Abb. 2 – Experten besichtigen die ersten Ergebnisse von der Grabung „An der Emsbachschlucht“. (Foto: Uwe Berg)

Bei strömendem Regen besichtigten wir drei mögliche Glashüttenplätze im Gelände und Peter Steppuhn war hoch motiviert, im Folgejahr auf seinen Urlaub in Lübeck zu verzichten und bei uns zunächst an dem Standort „An der Emsbachschlucht“ eine Grabung durchzuführen. Voraussetzung für sein Engagement bei uns waren ein ehrenamtliches Grabungsteam, Vermessung der vorgesehenen Fläche und geomagnetische Prospektion, denkmalrechtliche und andere Genehmigungen und notwendige finanzielle Mittel, denn ein angemessenes Honorar musste zumindest ihm bezahlt werden. Dass wir auch sonst noch einiges an Geldern benötigten, wurde mir erst im Laufe der dann insgesamt vier Grabungen der Folgejahre klar.
Unser Konzept überzeugte alle Behörden, dazu etliche Spendengeber, und wir konnten mit einer Gruppe von 25 arbeitswilligen glas- und grabungsbegeisterten Personen im extrem heißen Sommer 2000 am Emsbach tätig werden. Mit dabei bei allen Grabungen war auch der damalige Leiter unserer ehrenamtlichen Kreisarchäologie, Eckhard Laufer, der dank seines Expertenwissens mühelos mehrere teure Fachleute ersetzte (Abb. 2).

Das Besondere an Peter Steppuhn war seine von Anfang an deutlich spürbare Ausstrahlung gerade Ehrenamtlichen gegenüber. Es bestand kein Zweifel an seiner Kompetenz, aber er gerierte sich als Teamplayer, der keine Sonderstellung beanspruchte. Diese seine Haltung wirkte sich deutlich positiv auf die ganze, eigentlich heterogene Gruppe aus. Es gab in all den Grabungswochen keinerlei Probleme untereinander; man arbeitete gemeinsam auf ein Ziel hin und genoss gemeinsam den Grabungserfolg, der sich sehr schnell auf dem Gelände einstellte. Das Fundmaterial und die sich bald im Waldboden deutlich abzeichnende Ofensituation übertraf alle Erwartungen.
Bereits einige Wochen zuvor, vom 1.-4. Juni 2000, hatte in Grünenplan das „1. Internationale Symposium zur archäologischen Erforschung mittelalterlicher und frühneuzeitlicher Glashütten Europas“, veranstaltet von Dr. Christian Leiber, stattgefunden. Obwohl aus dem Taunus noch gar keine Grabungsergebnisse vorlagen, wurde Glashütten bereits als Ort des zwei Jahre später stattfinden sollenden zweiten Symposiums ausgedeutet. So groß war das Vertrauen in die Aktivitäten von Peter Steppuhn! Ich wusste damals noch nicht, auf was ich mich einließ, aber da Peter seine Beteiligung signalisierte, machte ich als Vorsitzende des Kulturkreises Glashütten e.V. eine vage Zusage, das zweite Symposium auszurichten. Die Vorbereitungen dafür nahmen sehr schnell konkrete Gestalt an.

Abb. 3 – Umfeld des Hauptofens „An der Emsbachschlucht“, links Uwe Berg, rechts Peter Steppuhn. (Foto: Privat)

Seit dieser Zeit gehört Peter Steppuhn untrennbar als unser fünfter Sohn zur Familie Berg, denn er wohnte und lebte natürlich bei uns, und unser Gästebuch ist voll von seinen oft gereimten, aber aus Zeitgründen auch ungereimten Beiträgen, so z.B. sein Eintrag nach der ersten Grabung „An der Emsbachschlucht“ 13.8.-8.9.2000: „Das waren sie nun also – die vier Wochen Glashütten-Grabung, auf die wir uns alle gefreut haben. Und zu einem tollen Abschluß geführt haben! Aber einiges war doch anders als (zuvor) angenommen: Das Grabungsteam war noch netter als ohnehin erhofft – die Funde und Befunde noch interessanter als erwartet – die Atmosphäre hier in diesem gastlichen Haus noch angenehmer als erträumt. [...] Diese vier Wochen waren wirklich ein ganz ganz ganz großer Gewinn für mich, vor allem menschlich, aber auch wissenschaftlich, so daß ich mich auf eine Fortsetzung im nächsten Jahr schon jetzt freue!!!“ (Abb. 3)

Abb. 4 – Der Archäologe freut sich über die Grabungsergebnisse „Unterhalb Dornsweg“. (Foto: Bernd Jakobus)

Die Fortsetzung im nächsten Jahr, die Grabung der Hütte „Unterhalb Dornsweg“, schon in 2000 vorbereitet, fand in der Zeit vom 21.7.-11.8.2001 statt, wieder mit großer Beteiligung und noch wachsendem Engagement der ehrenamtlichen Gruppe, denn das Fundmaterial war einfach umwerfend – opak rotes Glas in nicht geahnten Mengen im Boden, bis heute Thema für wissenschaftliche Diskussionen und Abhandlungen. Peter Steppuhns Eintrag in unserem Gästebuch lautet in gekürzter Form: „Der Taunus – es bleibt dabei – hält immer wieder ganz tolle Überraschungen bereit: Ein Glashütten-Standort mit atemberaubenden Farbgläsern der Zeit um 1430 – 1450 […]. Bereits jetzt in Vorfreude auf unseren dritten Coup im nächsten Jahr.“ (Abb. 4)

Vor dem dritten Coup fand aber im Glashütter Ortsteil Oberems vom 9.-12.5.2002 das „Zweite Internationale Symposium zur Erforschung mittelalterlicher und frühneuzeitlicher Glashütten Europas“ statt mit einer fast überwältigenden Anzahl an Wissenschaftlern und interessierten Glasfachleuten. Peter Steppuhn hatte die Ansprache der möglichen Referenten und die Zusammenstellung der Fachvorträge übernommen; der Kulturkreis Glashütten die Organisation und die Geldbeschaffung. Dank der vielen von der Veranstaltung überzeugten Persönlichkeiten war es unserem kleinen Verein möglich, die Tagung zu realisieren. Zu nennen wären da vor vielen anderen die Bürgermeisterin der Gemeinde Glashütten, Frau Jutta Nothacker, der Landrat des Hochtaunuskreises, Jürgen Banzer, der hessische Landesarchäologe und Direktor des Römerkastells Saalburg, Prof. Dr. Egon Schallmayer. Finanzielle Unterstützung erfuhr die Veranstaltung durch die Naspa-Stiftung „Initiative und Leistung“, die Süwag Energie AG, Frankfurt a. M., und durch die KAL, die über Dr. Udo Recker, dem damaligen Abteilungsleiter Archäologie des Instituts der KAL und jetzigen hessischen Landesarchäologen, auch weitere Glashütter Forschungsprojekte tatkräftig förderte.
Nicht unerwähnt soll an dieser Stelle bleiben, dass Peter Steppuhn in den Folgejahren bis zum Jahr 2016 Motor und aktiver Mitgestalter aller Internationalen Glassymposien war. Das 3. Symposium fand im Juli 2006 in Heigenbrücken/Spessart statt. Diesem folgte im Juni 2009 das 4. Glassymposium in Trier, im Mai 2012 dann das 5. Symposium in Seiffen/Erzgebirge. Im Programm des letzteren wird unter „Begrüßung“ Peter Steppuhn als Spiritus Rector geführt, eine Bezeichnung, die auch auf sein großes Engagement für das 6. Symposium im Mai 2016 in Baiersbronn/ Buhlbach zutrifft.
Zwischenzeitlich war in den Jahren 2001/2002 der mittelalterliche Glashüttenstandort „An der Emsbachschlucht“ wegen seines guten Erhaltungszustands durch den Umlandverband Frankfurt/Main – heute Regionalverband FrankfurtRheinMain – konserviert worden und ist seitdem ein touristischer und wissenschaftlicher Anziehungspunkt in der Region. Gepflegt wird die aus einem Hauptofen und vier Nebenöfen bestehende spätmittelalterliche Anlage von der Zivilgemeinde Glashütten und dem Historischen Arbeitskreis Glashütten.4 Von Zeit zu Zeit notwendig werdende größere Erhaltungsmaßnahmen übernimmt der Naturpark Taunus im Auftrag der Limeserlebnispfad Hochtaunus gGmbH“.5

Abb. 5 – Umschlagbild des Berichtsbandes. Das Foto von Klaus M. Schmitt zeigt die konservierte Glashüttenanlage „An der Emsbachschlucht“.

Noch im Jahr des 2. Internationalen Symposiums in Oberems fand vom 28.06.-20.07.2002 die dritte Grabungskampagne, die des Glashüttenstandortes „Am Buchholzweg“ statt, wieder mit einem großen Team begeisterter Ehrenamtlicher und mit ungeahnten Ergebnissen. Peter Steppuhn war danach der Meinung, dass nun wohl ein Ende seines Engagements im Taunus gekommen sei. Weit gefehlt! Zunächst erschien 2003, bereits ein Jahr nach dem 2. Internationalen Symposium dank der intensiven Zusammenarbeit und der guten zeitlichen Abstimmung zwischen Peter Steppuhn und mir, der Berichtsband des Symposiums mit dem doppeldeutigen Titel „Glashütten im Gespräch“, der sehr schnell vergriffen war6 (Abb. 5). Für Peter häuften sich die Tagungen, in deren Rahmen er über seine Taunusforschungen referierte; seine Textbeiträge in Fachzeitschriften sind kaum zu zählen. Auch in Glashütten fanden im Jahr 2004 Informationsveranstaltungen, Ausstellungen, Vorträge zur Glasthematik statt, zu denen er als Referent anreiste.

Die Überraschung kam im Jahr 2005. Einen außerordentlich aktiven und an der Sache über die Maßen interessierten Mit-Ausgräber, Herrn Bernd Jakobus aus Frankfurt a. M., ließ es nicht ruhen, dass beim Glashüttenstandort „Unterhalb Dornsweg“ außerhalb des bereits erfassten Grabungsareals noch weiteres Material im Boden schlummerte. Seine große private Geldspende an den Kulturkreis Glashütten machte eine weitere Grabung möglich und erweiterte das bisherige Fundspektrum und damit die daraus zu ziehenden Erkenntnisse erheblich. Zu vorbereitenden Gesprächen kam Peter Steppuhn im Mai 2005 wieder nach Glashütten und reimte: „Daheim im Taunus, bei Bergs, beim Glas/macht die Arbeit zum Thema wirklich Spaß/Ganz herzlich in die Mitte genommen,/hab ich wieder viel zu sehen bekommen./Die neuen Ziele in Gemeinsamkeit sind Hessenpark und Nach-Grabungszeit./Auf beides hab ich richtig Lust/und freu mich schon auf den August!“

Die „Nach-Grabungszeit“ am Dornsweg fand vom 29.7.-07.08. 2005 statt (Abb. 6). Alle vier Grabungskampagnen wurden von der Presse und der Öffentlichkeit stark beachtet. Immer wieder kamen auch interessierte Besucher und Wissenschaftler, z.T. aus anderen Bundesländern, und es wurde eifrig diskutiert und interpretiert. Besonders erfolgreich waren jeweils die „Tage der offenen Glashütte“, zu denen von nah und fern, besonders aus der Zivilgemeinde selbst, die Besucher nur so strömten. Angesichts der sichtbaren und oft überraschenden Grabungsergebnisse gab es immer wieder Spenden für unsere Arbeit in oft erheblicher Höhe.

Abb. 6 – Das engagierte Team gegen Ende der zweiten Grabung am Standort „Unterhalb Dornsweg“. (Foto: Peter Steppuhn per Selbstauslöser)

Ab November wurden erste Gespräche im Freilichtmuseum Hessenpark, Neu-Anspach, geführt, wo in der Stallscheune des Hauses Jäger eine Dauerausstellung „Waldglashütten im Taunus“ unter der Leitung des wissenschaftlichen Mitarbeiters Dr. Axel Lindloff von Peter Steppuhn konzipiert wurde, finanziell maßgeblich unterstützt durch den Förderverein Hessenpark. Im Jahr 2006 war Peter Steppuhn siebenmal im Taunus wegen der Museumseinrichtung selbst, der offiziellen Einweihung der Stallscheune als Glasmuseum und des im selben Jahr publizierten Begleitbandes dazu.7 In unserem Gästebuch reimt er: „Ein Tag mit neunzehn Stunden/ – ich sag es unumwunden – /ist wirklich kein Plaisir… / Es sei denn, man ist: HIER! / Hier bleibt man auch bei Hektik cool,/und man hat immer das Gefuhl/willkommen und geschätzt zu sein,/so dass ich glaub: Ich bin daheim.“

Abb. 7 – Hier, wie auch in anderen Familien, wird abends eifrig Fundmaterial gewaschen. (Foto: Peter Steppuhn)

Tatsächlich war er Ende November dann zum achten Mal im Jahr 2006 in Glashütten, denn wir hatten unter vielen anderen Vorhaben im Foyer des Bürgerhauses der Zivilgemeinde die Möglichkeit, eine Vitrine mit ausgewähltem Fundmaterial aller Glashüttengrabungen auszustatten, die im Juni 2007 eingeweiht werden konnte. Zu den vier archäologischen Grabungen, die Peter Steppuhn während seiner eigentlichen Urlaubszeit im Taunus durchführte, kam die Nachbereitung. Typisch für Peter Steppuhn war, dass er nach abgeschlossener Grabung sämtliches Fundmaterial bereits bearbeitet hatte. Dabei war die große Hilfsbereitschaft der ehrenamtlichen Mitarbeiter von besonderer Bedeutung (Abb. 7).

Die meist erheblichen Mengen an vor allem Glas- und Keramikfunden wurden am Abend verteilt, in den Familien gewaschen und vorsortiert. Eine ganz besondere Rolle spielte dabei der damals bereits über 90 Jahre alte ehemalige Frankfurter Oberstudienrat Heinz Benkert (1912-2011). Er war schon in den Jahren zuvor als Glashütter Bürger unermüdlich im Gelände und in Archiven forschend tätig gewesen, bedauerte jetzt die Tatsache, dass er den körperlichen Anforderungen von Ausgrabungsmaßnahmen nicht mehr gewachsen war, aber verbrachte abends viele Stunden mit dem Waschen und Vorsortieren von Fundmaterial.

Abb. 8 – Das Suchen und Finden zusammenpassender Keramikscherben, hier im Hause Berg, dauert Monate. (Foto: Peter Steppuhn).

Einen Teil der wissenschaftlichen Aufbereitungen und die Zuordnung des Fundmaterials nahm Peter Steppuhn in den ohnehin kurzen Nächten vor. Auch das Fotografieren, in der Anfangszeit noch mit einem analogen Fotoapparat, bald digital, geschah in der Regel vor Ort. So konnte er seine Grabungsberichte sehr schnell verfassen, beim LfDH einreichen und sie für publikationsfähige Beiträge in wissenschaftlichen Zeitschriften und für Vorträge verwenden. Gebraucht wurde aber auch seine Mitarbeit bei der Entscheidung, welche Glasteile zusammengesetzt (Abb. 8), geklebt und/oder restauriert, welches Fundmaterial an Universitäten und andere wissenschaftliche Einrichtungen für Analysen abgegeben8 und welche Keramikteile gezeichnet oder sogar zusammengesetzt werden sollten. Ein dauernder Kontakt zwischen Glashütten und seinem Arbeitsplatz in Norddeutschland war nötig.

Ab Frühjahr 2007 wurde alles in unserem Haus lagernde Fundmaterial geordnet, katalogisiert und mit Ausnahme von ausgewählten Funden an das zentrale Funddepot der hessenARCHÄOLOGIE abgegeben. Die nicht der Landesarchäologie zur dauerhaften Verwahrung übergebenen Funde fanden ab 2009 in einer Vitrine im Museum des Heimat- und Geschichtsvereins Schloßborn ihren würdigen Platz. Vorher, im Dezember 2008, konnten wir zusammen mit Peter Steppuhn an der Tagung „Glas an der Seidenstraße“ im Römisch-Germanischen Zentralmuseum (RGZM), Mainz, teilnehmen und eine internationale Gruppe von Glasspezialisten aus den USA, China, Japan und Europa zum konservierten Glashüttenplatz „An der Emsbachschlucht“ führen. Im August 2009 fand dann die Einweihung der neuen Vitrine in Schloßborn statt.
Ein wichtiger Meilenstein in der Dokumentation der Grabungsergebnisse war das Erscheinen des 9. Berichtsbandes der Kommission für Archäologische Landesforschung in Hessen 2006/2007, der ausschließlich der Glasforschung im Taunus gewidmet ist. Im Vorwort schreibt Dr. Udo Recker unter anderem: „Mit Dr. Peter Steppuhn, Schwerin, konnte ein ausgewiesener Fachmann auf dem Gebiet mittelalterlich/neuzeitlichen Glases als Ausgrabungsleiter und wissenschaftlicher Bearbeiter gewonnen werden. Zusammen mit zahlreichen ehrenamtlichen Helfern führte er an allen drei vorgestellten Standorten sehr erfolgreich archäologische Grabungen durch […].“. Dieser 150 Seiten starke Berichtsband wurde am 13.01.2010 im Bürgersaal der Gemeinde Glashütten der Wissenschaft, Presse und der Öffentlichkeit vorgestellt. 9

Abb. 9 – Umschlagbild der Begleitpublikation für die Ausstellung im Landratsamt Bad Homburg 2011.

Vom 26.8.-23.9.2011 fand im Ausstellungssaal des Landratsamtes Bad Homburg die Präsentation „Glas aus dem Taunus“ statt, in derem Rahmen inzwischen neu entdecktes Fundmaterial von weiteren Glashüttenstandorten gezeigt werden konnte, so z.B. von kleinen Einofenanlagen des 11. Jahrhunderts in der Königsteiner und Oberurseler Gemarkung. Dem eifrigen Flur- und Feldbegeher Horst Nauk (1936-2014), Oberems, ist es zu verdanken, dass diese Zeugnisse früher Glasherstellung kartiert und durch die hessenARCHÄOLOGIE geophysikalisch prospektiert wurden. Leider konnte an den entsprechenden Standorten bisher keine Grabung durchgeführt werden.
Auch zu der Bad Homburger Ausstellung musste ein Begleitheft erstellt werden 10 (Abb. 9). Nach deren Abschluss konnte im Freilichtmuseum Hessenpark eine weitere Vitrine angeschafft und mit zusätzlichem Fundmaterial durch Peter Steppuhn und mich ausgestattet werden.

 

Abb. 10 – Einweihung des Glasmuseums im Hessenpark, links Rudolf Weidenmüller, rechts Peter Steppuhn in Vorbereitung auf seine Ansprache. (Foto: Privat)

Es verging im weiteren Verlauf kein Jahr, in dem nicht das Taunus-Glas für Peter Steppuhn Anlass zu meist mehreren Besuchen in Glashütten war. Da er Mitglied im Beirat des Fachausschusses V der Deutschen Glastechnischen Gesellschaft (DGG) war, der jeweils in Offenbach tagte, kam er auch bei diesen sich bietenden Gelegenheiten bei uns vorbei.

Seit dem Jahr 2006 findet im Abstand von jeweils zwei Jahren ein Glaswochenende im Freilichtmuseum Hessenpark in der Glasscheune, in umliegenden Gebäuden und im Außenbereich statt mit einem auch für ein breiteres Publikum interessanten Beiprogramm (Abb. 10).

Abb. 11 – Blick auf den nachgebauten Glasofen im Freilichtmuseum Hessenpark. (Foto: Uwe Berg)

Im Mittelpunkt stehen Führungen durch die Ausstellungen. Ein besonderer Blickpunkt ist dabei der Nachbau eines Glasofens (Abb. 11) , an dem die mittelalterliche Glasherstellung anschaulich dargestellt wird.11 An die 150 Besucher konnten jeweils durch die Ausstellungen geführt werden. Im Jahr 2016 hat Peter Steppuhn zum letzten Mal diesen Termin wahrgenommen. Sein Eintrag in unser Gästebuch: „FREUDE über das Wiedersehen, TOLLE STIMMUNG beim Glastag im Hessenpark, SPANNUNG beim Fußballspiel Deutschland – Italien. Das alles mit Euch
– vielen Dank!“

Peter Steppuhn war weit über seine archäologischen Tätigkeiten hinaus an interdisziplinären Forschungen interessiert. Immer suchte er den Kontakt zur Historie, zur Chemie und insbesondere zur Archäometrie. Gerade die noch laufenden Forschungen und zu erwartenden Ergebnisse der Universität Jena und des Otto­Schott-Instituts, das rot opake Glas vom Dornsweg betreffend, wären für ihn von großer Bedeutung gewesen12 (Abb. 12). Peters letzter Besuch bei uns in Glashütten war am 17.7.2017 auf der Durchreise zusammen mit seiner Partnerin Monica. Er war ganz sicher, dass er 2018 wieder zum Glaswochenende in den Taunus und in den Hessenpark kommen würde. 13


„ … da fällt mir ein, in der nähe gibt es derzeit eine Grabung, die sie interessieren dürfte … “
– die Sichtweise der Landesarchäologie

Wissend, dass der Co-Autor dieses Beitrags seit Mitte 2000 ein KAL-Projekt zur Erforschung der mittelalterlichen Glasproduktion im nordhessischen Reinhardswald durchführte, lotste der damalige Bezirksarchäologe für den Hochtaunuskreis, Dr. Eike Pachali (1937-2015), denselben mit den vorgenannten Worten im August 2000 nach Glashütten im Hochtaunuskreis. Ziel war die erste Grabung Peter Steppuhns im Taunus. Von einem offiziellen Termin kommend, stand der Autor somit plötzlich und unverhofft in Anzug und Krawatte mit frisch polierten Schuhen mitten im Wald am Rand der Grabungsschnitte im Bereich der Glashütte „An der Emsbachschlucht“. Der Gesichtsausdruck von Peter Steppuhn sprach Bände. Und doch erwuchs aus dieser ersten persönlichen Begegnung mehr als nur der gegenseitige fachliche Respekt, es wurde daraus eine Freundschaft.
Es waren einerseits die ehrenamtlichen Aktivitäten, die im Taunus eine veritable Grundlage für die Erforschung der spätestens seit dem Hochmittelalter betriebenen Glasproduktion gelegt haben, andererseits war es explizit die Bereitschaft Peter Steppuhns, sich dieser Thematik zuzuwenden und seine Expertise einzubringen, die es zunächst der KAL ermöglicht haben, die Arbeiten finanziell zu unterstützen, und dann

auch dazu führten, dass sich die hessische Landesarchäologie der archäologisch-interdisziplinären Erforschung der Glashüttenlandschaft im Taunus zuwandte.

Die von Ingrid Berg im Vorstehenden detailliert beschriebene Geschichte dieser keinesfalls alltäglichen und über die Maßen erfolgreichen Zusammenarbeit trägt bis heute Früchte. Mit Blick auf die interessierte Öffentlichkeit bzw. das Bestreben, das Interesse dieser zu gewinnen, haben die wiederholten Präsentationen des eindrucksvollen Fundmaterials vor Ort, die in situ-Konservierung der Glashütte „An der Emsbachschlucht“, die Einrichtung der „Glasvitrine“ im Museum des Heimat- und Geschichtsvereins Schloßborn sowie die Dauerausstellung zum Thema Taunus-Glas im Freilichtmuseum Hessenpark, Neu-Anspach, ganz wesentlich zur Wahrnehmung dieses vorindustriellen Handwerks, seiner Geschichte und den Spuren und Relikten vor Ort beigetragen. Nicht zuletzt erwuchs auch daraus in der Öffentlichkeit ein Verständnis für die Notwendigkeit, diese Relikte der lokalen Wirtschaftsgeschichte – nicht von ungefähr trägt die Gemeinde den Namen Glashütten – interdisziplinär zu erforschen und langfristig zu schützen. Hinsichtlich der fachwissenschaftlichen Wahrnehmung ist festzuhalten, dass die Glasforschungen im Taunus unmittelbar Einzug in das in den frühen 2000er Jahren von der KAL aufgebaute europaweite Netzwerk zur Erforschung wirtschaftsarchäologischer Fragestellungen fanden und als eine wichtige Grundlage in die Bemühungen um ein DFG-Schwerpunktprogramm zur Wirtschaftsarchäologie im deutschen Mittelgebirgsraum einflossen. Ebenso wurden sie zu einem wesentlichen Bestandteil der nach 2001 von Egon Schallmayer eingeleiteten Neuausrichtung der hessischen Landesarchäologie. Ingrid Berg wie auch Peter Steppuhn knüpften darüber hinaus kontinuierlich neue Kontakte in der „Glasszene“ und stellten die Untersuchungen im Taunus auf zahlreichen Fachveranstaltungen vor.

Abb. 12 – Teil eines hoch gestochenen Bechers oder einer Flasche aus rot opaker Glasmasse vom Standort „Unterhalb Dornsweg“. (Foto: Peter Steppuhn)

Darüber hinaus haben Peter Steppuhns zahlreiche Beiträge in wissenschaftlichen Zeitschriften, Reihen und Sammelbänden die Fachwelt auf die wirtschaftsarchäologischen wie auch die im Detail äußerst spannenden naturwissenschaftlich-technologischen Aspekte der mittelalterlichen und frühneuzeitlichen Glasproduktion im Taunus aufmerksam gemacht. Eine wesentliche Erweiterung und Abrundung erfuhren diese durch die akribische Auswertung archivalischer Quellen durch den bereits erwähnten

Werner Loibl (1943-2014). Mit diesen umfassenden Darstellungen wurde die Glaslandschaft Taunus endgültig etabliert, deren Wahrnehmung nachhaltig geprägt und die Diskussionen um die dortige Glasherstellung sowie deren Umstände versachlicht und auf eine wissenschaftlich fundierte Basis gestellt. Schließlich ist es weitgehend Peter Steppuhns fortgesetztem Engagement für die archäologische Glasforschung zu verdanken, dass das zwischenzeitlich etablierte „Internationale Symposium zur archäologischen Erforschung mittelalterlicher und frühneuzeitlicher Glashütten Europas“ nach der ersten Veranstaltung im Juni 2000 in Grünenplan in Niedersachsen bereits im Jahr 2002 im hessischen Glashütten-Oberems eine Fortsetzung fand. Ferner trugen die nachfolgenden Symposien im Spessart (2006), in Trier (2009), im Erzgebirge (2012) und im Schwarzwald (2016) eindeutig seine Handschrift.
Peter Steppuhn gilt der Dank und Respekt der hessischen Landesarchäologie! Er hat sich um die Erforschung der Glaslandschaft Taunus verdient gemacht und diese im konstruktiven Dialog mit Fachkollegen wie auch im Verbund mit zahlreichen, mit großem Engagement tätigen Ehrenamtlichen in einem sehr hohen Maße befördert.
Wenngleich das Augenmerk des Autors aufgrund seiner beruflichen Belastung in den letzten Jahren weniger auf die Glaslandschaft Taunus gerichtet war, so blieb doch ab und an Zeit für ein kurzes Gespräch hier, einen Gedankenaustausch dort oder auch Fragen bezüglich eines eventuell gemeinsam realisierbaren neuen Projekts. Zu letzterem ist es leider nicht mehr gekommen. Zu einem Zeitpunkt, an welchem die Krankheit Peter Steppuhn bereits deutlich gezeichnet hatte, fand er immer noch die Kraft zu scherzen und mit dem ihm eigenen trockenen Witz diese oder jene Situation zu kommentieren. So verlief auch das letzte mit Peter geführte Telefonat im Frühjahr 2018 nur wenige Wochen vor seinem Ableben.


Epilog
Der 17.04.2018 stellt eine Zäsur dar. Peter Steppuhns Tod setzte nach beinahe zwei Jahrzehnten einen Schlussstrich unter seine Glasforschungen im Taunus, er beendete die wissenschaftlich so fruchtbare und menschlich stets herzliche Zusammenarbeit, er ließ zahlreiche Freunde und Kollegen tief betroffen zurück. Peter Steppuhn hätte noch sehr viel bewirken können in der ihm lieb gewordenen Region um Glashütten. Mit großer Dankbarkeit im Herzen denken wir an den für uns unverzichtbaren Menschen, den liebgewonnenen Freund und geschätzten Kollegen. Bei künftigen Arbeiten zum Thema Glas, insbesondere aber nicht nur zum Taunus-Glas, werden seine Kenntnisse, sein Fleiß, seine Einsatzbereitschaft und auch seine Liebenswürdigkeit schmerzlich vermisst werden.


MORS EST QUIES ViATORIS. FINIS EST OMNIS LABORIS.
VALE FIDUS AMiCUS ET REQUIESCAT IN PACE!

 

Anmerkungen

  1.  L. Jacobi, Das Römerkastell Saalburg bei Homburg vor der Höhe. Homburg vor der Höhe 1897, S. 457: „In der Hauptsache sind die Glaswaren der Saalburg zweifellos Handelsartikel und vielleicht aus Gallien eingeführt, wo die Glasindustrie in hoher Blüte stand; doch ist es nicht ausgeschlossen, daß gewöhnliche Glasgefäße und Glasscheiben nicht allzuweit von unserem Kastell – westlich vom Feldberg am ‚Glaskopf‘ – fabriziert wurden, woselbst das erforderliche Material (Quarz) zur Hand war. Die dort dicht am Pfahlgraben gefundenen alten Glasöfen und die mit einigen römischen Glasbruchstücken vermischten vielen Schlacken machen dies sogar wahrscheinlich.“
  2. H.-P. Mielke, Produktion, Organisation und Abnehmer einer Taunus-Glashütte bei Oberems am Vorabend des Dreißigjährigen Krieges. In: Nassauische Annalen 92, 1981, 190 ff.
  3. HHStAW 331 XX 1a.
  4. Vgl. dazu www.historie-arbeitskreis-glashuetten.de (abgefragt: Januar 2019).
  5. Vgl. dazu https://naturpark-taunus.de/der-limeserlebnispfad/ (abgefragt: Januar 2019).
  6. Peter Steppuhn (Hrsg. im Auftrag des Kulturkreises Glashütten e.V.), Glashütten im Gespräch. Berichte und Materialien vom 2. Internationalen Symposium zur archäologischen Erforschung mittelalterlicher und frühneuzeitlicher Glashütten Europas. Lübeck 2003.
  7. Peter Steppuhn, Ingrid Berg, Waldglashütten im Taunus. Geschichte – Archäologie – Produkte. Schriftenreihe des Hessischen Freilichtmuseums, hrsg. von P. Janisch. Neu-Anspach, 2006.
  8. Hier sei besonders hingewiesen auf die sehr gute Zusammenarbeit mit Prof. Dr. K.H. Wedepohl, Universität Göttingen, dem Römisch-Germanischen Zentralmuseum, Mainz, und dem Otto-Schott-Institut der Universität Jena.
  9. Berichte der Kommission für Archäologische Landesforschung in Hessen 9, 2006/2007 (Marburg 2009).
  10. Ingrid Berg, Peter Steppuhn, Glas aus dem Taunus. Begleitpublikation zur Ausstellung, hrsg. v. Hochtaunuskreis, Fachbereich Kultur. Bad Homburg 2011.
  11. Konzept und Bau wurden ehrenamtlich durch Dipl. Ing. Rudolf Weidenmüller, Glashütten, erstellt und durchgeführt.
  12. Vgl. dazu https://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S0925346717308236 (abgefragt: Januar 2019). 13 Die Vorbereitungen zum Glaswochenende 2018 im Freilichtmuseum Hessenpark und die insgesamt sechs Führungen im Museumsbereich wurden von Ingrid Berg, Glashütten, zusammen mit Eckhard Laufer, Wiesbaden, durchgeführt.

Übersetzung des lateinischen Textes:
Der Tod ist die Ruhe des Wanderers. Er ist das Ende aller Mühsal. Lebe wohl, treuer Freund, und ruhe in Frieden!

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