Historie-Arbeitskreis-Glashütten Taunus
Historie-Arbeitskreis-Glashütten Taunus

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Das Taunus-Observatorium auf dem Kleinen Feldberg in der Gemarkung Glashütten

Am Samstag, dem 29. 5. 1999, hatte der Kulturkreis Glashütten e.V. einen Grenzgang „Kleiner Feldberg“ (825m hoch) organisiert, an dem sich knapp 50 Mitglieder und Freunde des Vereins beteiligten. Vorausgegangen waren eine gründliche Vorbereitung und Einführung in die Historie der Gesamtanlage, danach folgte dann die Besichtigung unter kundiger wissenschaftlicher Führung. Die damalige Exkursion nannte sich zu Recht „Grenzgang“, weil der „Franz-Linke-Weg“, der vom Parkplatz „Windeck“ zum eingezäunten Gelände des Taunus-Observatoriums führt, tatsächlich die Gemeindegrenze von Glashütten zur Königsteiner Gemarkung hin bildet. Mindestens seit Festlegung der Gemarkungsgrenzen 1891 ist das so, aber dass der Kleine Feldberg zu Glashütten gehört, ist weitgehend unbekannt. Dr. Franz Linke (1878-1944) war Professor für Meteorologie und Geophysik an der Universität Frankfurt a. Main, ferner Gründer und dann auch Direktor des Observatoriums in der Zeit von 1913 bis zu seinem Tode 1944. Ihm zu Ehren bekam der vom Parkplatz abzweigende Weg seinen Namen.

Die in den Gebäuden der Anlage seit 1912 Wohnhaften wurden auf Steuerlisten und in Wählerverzeichnissen geführt mit der Adresse: „Glashütten, Straße Kleiner Feldberg“. Wir finden im Glashütter Gemeindearchiv viele uns heute oft nicht mehr bekannte Namen von Personen, die mehr oder weniger lange auf dem Kleinen Feldberg gewohnt und gearbeitet haben, meist waren es Wissenschaftler, Assistenten oder Verwalter. Im Jahr 1918 sind sogar 24 Personen in den Hauslisten Glashüttens als auf dem Kleinen Feldberg wohnhaft gemeldet. Ein Problem stellt auch heute immer noch die Wasserversorgung dar. Während der Bauzeit ab 1910 wurde das Wasser vom sog. "Kleinen Feldbergborn", der wahrscheinlich unterirdisch die Weilquelle speist, mühsam herbeigeschleppt; die Vorräte versiegten aber schnell. Seit Mitte des Jahres 1913 wurden der Kleine Feldberg und der Große Feldberg durch das oberhalb der Weilquelle vom Taunusklub erbaute Wasserwerk „Feldberg“ versorgt. Reste des bis 1957 arbeitenden elektro-automatischen Pumpwerks sind noch vorhanden. Aus Kostengründen konnte das Rohrleitungssystem nicht erhalten werden, sodass seit 1957 das Wasser per Wasserwagen transportiert wird. Zur Zeit der Exkursion 1999 wohnte die Familie Wolf mit zwei Kindern, Hund und Katze ständig auf dem Kleinen Feldberg. Die Kinder mussten jeden Tag zur Schule nach Glashütten gefahren werden, und viermal in der Woche holte Herr Wolf dann ca. 4 cbm Wasser aus einem Glashüttener Hydranten zu seinem Wohn- und Arbeitsplatz.

An durchschnittlich 200 Tagen im Jahr hat man vom Kleinen Feldberg keinen Ausblick nach unten; im schlimmsten Fall kann man die auf gleicher Höhe liegenden Gebäude nicht erkennen, aber die Sicht nach oben, in den „gestirnten Himmel“ ist oft ganz klar. Früher war vor dem Haupttor ein Aushangkasten, der neben vielen meteorologischen Daten auch kurz die Wetterlage des jeweiligen Morgens beschrieb. Dort konnte man z.B. oftmals lesen: „Nebel mit Himmelssicht“, eine fast lyrische Kurzbeschreibung der Situation auf 825 m Höhe. Die klare Sicht in den Himmel brauchten die Wissenschaftler, die dort arbeiteten, damals unbedingt. Heute wird das menschliche Auge meist durch technische Geräte ersetzt, die selbständig ihre Aufzeichnungen machen. Um ca. 2004 wurde der Wetterdienst aufgegeben und auch der Aushangkasten abgebaut.

 

Zur Geschichte des Taunus-Observatoriums:

Gerade in den Aufbaujahren hat das Taunus-Observatorium  immer wieder viele Besucher angelockt und stand mehr im Blickpunkt der Aufmerksamkeit als heute. Der Historiker August Leidner schreibt 1912 in der Zeitschrift Nassovia:

„Mit dem Feldberg-Observatorium beginnt eine neue Epoche in der kulturhistorischen Geschichte unseres schönen Taunus, denn die Zeiten, wo Römer und Germanen an dieser Stätte das Schwert so oft kreuzten, sind längst dahin.“ Aus der Einschätzung von Leidner könnte man schließen, dass sich in den ca. 2.000 Jahren zwischen Römerzeit und dem Bau des Taunus-Observatoriums keine wesentlichen Ereignisse in unserer Geschichte abgespielt hätten.

 

1909 hatte der Physikalische Verein Frankfurt das 11 ha große Gelände für 30 Jahre vom Forstfiskus gepachtet. Bereits seit 1827/28 bestand die Idee, auf dem Großen oder dem Kleinen Feldberg ein Observatorium zu errichten. Den Anfang hatte eine Bretterhütte auf dem Großen Feldberg gemacht, die aber durch Sturm zerstört wurde.

Im Herbst 1910 konnte durch die großzügige Stiftung von Frau Baronin Antonie von Reinach-Bolongaro zur Erinnerung an ihren verstorbenen Gemahl, einen begeisterten Amateur-Geologen, mit den Planungen für die Erdbebenwarte begonnen werden. Unter der wissenschaftlichen Leitung des Physikalischen Vereins Frankfurt sollten die unter dem Namen "Geophysik" zusammengefassten Disziplinen (Lehre von den Bewegungen der Erdoberfläche, der Luftelektrizität, vom Erdmagnetismus und von der Aerologie) hier ihre Wirkungsstätte finden.

 

20. Juli 1911 Grundsteinlegung der Erdbebenwarte, nachdem das Gelände zum größten Teil abgeholzt worden war. Zunächst Bau von zwei Häusern nach den Plänen des Architekten Georg Harth, Frankfurt, durch die Anspacher Baufirma Joseph Bargon. Die Erdbebenwarte ist ein "Haus im Haus"; das innere Gebäude ist direkt mit dem darunterliegenden Quarzitfelsen verbunden und hat keinen Kontakt zum äußeren Bauwerk. Die Erdbebenwarte hat noch bis 1957 gearbeitet. Seit 1957 und bis heute ist ein 5m tiefer moderner Instrumentenbunker in Betrieb. Dort finden tägliche Messungen mit Übertragung nach Frankfurt und ins Internet statt (dieser Bunker kann nicht besichtigt werden). Das zweite Gebäude diente Büro-, Labor- und Wohnzwecken. Weitere Gebäude und Hütten kamen schnell dazu.

 

01. Juli 1912 Bezug der Gebäude und Aufbau der Station. Das erste größere registrierte Beben war das 1.900 km entfernte Beben an den Ufern des Marmarameeres in der Nacht vom 13. auf den 14. 9. 1912.

Nach der Erdbebenwarte wird der Bau des Meteorologischen Instituts in Angriff genommen; die erforderlichen Mittel von 30.000 Mark kommen durch Spenden und durch Ausgabe von Anteilscheinen à 20 Mark zusammen. Sogar der Taunus-Klub-Schloßborn war mit einem Anteilschein dabei! Begonnen wird mit dem Bau der Aerologischen Station. Auch diese Einrichtung, die 1914 endgültig fertiggestellt war, wurde fast ganz aus Spenden finanziert, insbesondere aus Luftfahrerkreisen. So gab Graf von Zeppelin einen großen Betrag aus seiner Nationalspende.

 

20. August 1913 Besuch Kaiser Wilhelms mit seiner Gemahlin Prinzessin Friedrich Karl mit Gefolge. Der „Taunusbote“ Nr. 195 berichtet am 21.8. unter „Homburger Kaisertage“ über dieses Ereignis: Anlässlich des kaiserlichen Besuchs wurden „die elektrischen Erdboden-Thermometer in den felsigen Grund eingelassen und die Bohrlöcher geschlossen“. Der Kaiser besichtigt die Anlage, spricht sich lobend darüber aus, zeichnet sich als erster in das neu anlegte Gästebuch ein und verspricht, sich gelegentlich wieder von den Fortschritten des Observatoriums persönlich zu überzeugen (dazu kam es nicht mehr). Für unsere Gemeinde steht aber fest: Kaiser Wilhelm II war auch in Glashütten!

24. August 1913 Vor etwa 300 geladenen Gästen aus Wissenschaft, Politik und Verwaltung offizielle Einweihung des "Taunus-Observatoriums" mit seinen Einrichtungen. Unter den  Festrednern war u.a. der damalige Oberbürgermeister Voigt von Frankfurt. Das Gästebuch nennt viele illustre Namen, darunter auch die Bürgermeister der umliegenden Städte und Gemeinden. Der Vorsitzende des Taunusklubs, Herr P. Kittel, sagte anlässlich der Einweihung u.a.: „Das prächtige Werk, dem wir heute die Weihe geben, gereicht nicht nur der Wissenschaft zum Stolz, sondern es bildet auch eine Zierde unter all den Schöpfungen dieser und ähnlicher Art, die unser schönes Taunusland aufzuweisen hat. So möge denn diese Erdbebenwarte mit dem Taunusobservatorium geschaffen sein: den Naturgewalten zum Trutz, der Menschheit zum Nutz“.

 

Mit Gründung der Universität Frankfurt im Jahr 1914 wurde das Institut für Meteorologie und Geophysik und auch sein zugehöriges Taunus-Observatorium vom Physikalischen Verein in die neue Universität eingebracht.

 

1914 wird die Aerologische Station fertiggestellt: eine Motorwinde auf Schienen. die um die ganze Bergkuppe herumgelegt waren, ferner eine Halle für Fesselballone und Drachen, die täglich mit Registrierapparaten aufstiegen. In den Jahren 1914-1919 wurden täglich aerologische Fesselballonaufstiege bis in Höhen von 5.500 m durchgeführt. Insgesamt waren es in der genannten Zeit 1.680 Aufstiege.

Die Kriegsereignisse drohten zunächst das Observatorium stillzulegen, 1917 konnte es aber von der Heeresverwaltung als "Heereswetterwarte des Heimatluftschutzes" übernommen werden. Die Inflationszeit wurde durch die von Dr. Leo Gans (Mitbegründer der Frankfurter Universität) eingeleitete Gründung des "Vereins der Freunde des Taunusobservatoriums" überwunden. Bemerkenswert ist, dass die Observatoriumsanlage allein durch private finanzielle Mittel zu ihrer Bedeutung gelangt ist. Im Laufe der weiteren Entwicklung konnten jedoch in der Zwischenkriegszeit die nötigen Gelder für den Erhalt der Anlage und die Forschungsmittel nicht mehr aufgebracht werden, sodass der tägliche aerologische Routinebetrieb aufgegeben wurde. Die Wetterstation blieb die ganze Zeit mit Personal besetzt. Mit dem Ausbau der Wissenschaften in den 60er und 70er Jahren des 20. Jahrhunderts wuchs die Zahl der Professuren in Meteorologie/Geophysik von eine auf sieben, und es wurden neue Gebäude errichtet: 1976 ein Wirtschaftsgebäude und 2004 ein Atmosphärenphysikalisches Labor auf der Bergkuppe. Der Physikalische Verein errichtete 1994 die Sternwarte und betreibt sie unabhängig vom Taunus-Observatorium. Vier Gebäude auf dem Areal stehen unter Denkmalschutz. Derzeit ist keines bewohnt.

 

Im Jahr 2013 feierte das Observatorium sein 100jähriges Bestehen, im Jahr darauf die Goethe-Universität Frankfurt am Main.

 

Weitere Einrichtungen auf dem Gelände: Universitätsinstitute für Atmosphäre und Umwelt und für Geowissenschaften; HLUG = Hessisches Landesamt für Umwelt und Geologie; Deutscher Wetterdienst, Max-Planck-Institut für Chemie, Mainz; Hessische Polizei, Lufthansa Service GmbH.

 

Der Taunusklub und das Taunus-Observatorium7

 

Ein besonderes Interesse an der neuen Einrichtung zeigten von Anfang an der Taunusklub und seine Mitglieder. In einem ersten Bericht im „Taunusboten, Nr. 222“ von 1912 wird prognostiziert „…und ist zweifellos hiermit ein neuer Ausflugsort für die Taunusbewohner und Kurgäste geschaffen worden“.

 

In den „Monatsblättern des Taunus-Klubs“, März 1913, wird von einem Aufstieg im Dezember des Vorjahres berichtet, der durch das Reichenbachtal zur Kuppe des Kleinen Feldbergs führte, „dessen beschneite und bereifte Fichtenbestände im prächtigen Winterkleid prangten“. Eine andere Wanderung unternahmen Mitglieder des Klubs zusammen mit dem Homburger Gewerbeverein. Sie müssen an dem Tag schon sehr früh aufgebrochen sein, da sie bereits um halb 11 vor dem Portal des Taunus-Observatoriums eintrafen, nachdem bei der Hohemark leichter Nieselregen eingesetzt hatte, der aber beim Fuchstanz, wo eine Frühstückspause eingelegt wurde, wieder aufhörte. Sie bewunderten den damals gerade errichteten, 34 m hohen eisernen Turm, der der „funkentelegraphischen Zeitübermittlung von Paris und Norddeich“ diente. Dieser Turm, der in der Nähe der Erdbebenwarte gestanden hat, wurde in den 90er Jahren des vorigen Jahrhunderts abgerissen. Auch die ehemals erhaltenen Fundamentreste gibt es nicht mehr. Für die Wanderer des Taunus-Klubs war die interessante Besichtigung der technischen Anlagen dort „eine reiche Entschädigung für die Ungunst der Witterung beim Aufstieg. Bei klarem Himmel und schönstem Sonnenschein erfolgte um halb 1 Uhr der Rückmarsch über das Kastell Kleiner Feldberg, Stockborn, Sandplacken zum Herzberg, wo Einkehr gehalten wurde. Von hier aus ging es nach gründlicher Stärkung nach dem heimatlichen Homburg zurück“.

 

Das Gästebuch des Taunus-Observatoriums

 

Das Gästebuch beginnt am 20. August 1913 mit dem Eintrag Kaiser Wilhelms II und endet mit den Einträgen der Teilnehmer an einer Tagung für Umweltphysik vom 8. und 9. August 2011. Danach wurde ein neues Gästebuch angelegt.

Seite 1:

Wilhelm I.M. (Ihre Majestät) 20/VIII 1913

 

 

 

 

Seite 2:

Margarete

Prinzessin Friedrich Karl von Hessen

Prinzessin von Preußen 20.VIII. 13.

Seite 3 und 4:

 

Eröffnungsfeier Sonntag, den 24. August 1913

Frau Antonie von Reinach und viele andere bedeutende Persönlichkeiten, unter ihnen auch Dr. F(ranz) Linke und seine Ehefrau.

 

An den Folgetagen haben sich viele illustre Persönlichkeiten, meist aus Adelskreisen eingetragen: Heinrich Prinz von Preußen, Sigismund Prinz von Preußen, Heinrich Prinz der Niederlande; viele Prinzessinnen, Dr. Leo Gans usw.

 

25. März . 1914 Unterprima des Wöhler-Realgymnasiums, Frankfurt

 

22. - 24. Oktober 1918 Aufklärungskursus für Berücksichtigung der Witterungseinflüsse beim Flak-Schiessen.

 

6. August 1920 Jacobi Baurat Homburg v.d.H.; Sonnenfinsternis am 8. April 1921

 

In anderen Gästebüchern findet man häufig Gedichte und Zeichnungen. Das ist hier weniger der Fall. Die einzigen zwei Gedichte zeugen nicht gerade von großem poetischem Wert.

 

1925

Auf des Feldbergs luftgen Höhn

war es heut ganz wunderschön.

 

Wenn im Sommer strahlt die Sonnen

werden wir mal wiederkommen.

 

1927

Die gänzlich ungebetenen Schnee- und Sonntagsraser (?) danken herzlich!

 

 

Diese einzige Zeichnung findet sich 1927:

Rechts ein Skiläufer, der links völlig gestrauchelt und im Schnee versunken ist.

 

Das Gästebuch enthält im Folgenden vor allem Eintragungen von Wissenschaftlern aus aller Herren Länder (Meteorologen aus Japan u.a.).

 

Dr. Franz Linke und seine Beziehung zu Glashütten

Im Jahre 1939 hat die Gemeinde Glashütten einen Antrag auf Führung der Bezeichnung „Luftkurort“ an den Landesfremdenverkehrsverband Rhein-Main e. V., Frankfurt (Main), Bockenheimer Anlage 11, gestellt. Im Auftrag der Kurortklimakreisstelle Frankfurt am Main antwortet Prof. Dr. Linke am 18. Sept. 39.

Betr. Antrag der Gemeinde Glashütten auf Führung der Bezeichnung „Luftkurort“

Ich bedaure sehr, dass die Anfrage wegen Glashütten in Vergessenheit geraten ist, das Schreiben ist verlegt. …………………

Ich kenne aber aus vielen Besuchen das Klima von Glashütten ganz genau und kann ein vorläufiges Gutachten ausstellen. Glashütten hat ein ausgesprochenes Mittelgebirgshöhenklima, ist zwar gegen östliche Winde geschützt, aber doch verhältnismäßig rauh. Es ist auch ziemlich regenreich, aber die Luft ist gut wegen des Hangklimas und der nahen Wälder.

Dir Kurgäste fühlen sich in Glashütten wohl, obgleich die Verhältnisse recht primitiv sind. Es besteht keine Kanalisation und der rege Durchgangsverkehr Frankfurt-Köln geht durch die einzige Dorfstrasse. Das würde ja besser, nachdem die Autostrasse in Benutzung genommen ist. Irgendwelche Kuranlagen sind nicht vorhanden.

Ich kann deshalb nicht die Genehmigung für die Bezeichnung „Luftkurort“ befürworten; Glashütten ist vorläufig nur ein Erholungsort.

 (Unterschrift) gez. Prof. Dr. Linke

 

   1     Verwalterhaus

   2     Assistentenhaus

   3     Empfangsgebäude

   4     Erdbebenwarte

   5     Turmfundament (entfernt)

 

Skizze modifiziert aus: Denkmaltopographie Hochtaunuskreis 2014.

 

 

Plan der denkmalgeschützten Gebäude des Observatoriums

 

 

(Text: Ingrid Berg, Glashütten 2015; Ergänzungen durch Dr. Heinz Bingemer, Universität Frankfurt a. M.)

 

Quellen:

Taunusbote Nr. 222 v. 20.9.1912; Nr. 195 v. 21.8.1913; Nr. 216 v. 15.9.1913.

Monatsblätter des Taunusklubs Nr. 5, März 1913.

Monatsblätter des Taunusklubs Nr. 11, September 1913.

Leidner, A. „Das Taunus-Observatorium“ aus: Nassovia 14, 1913.

Kallmorgen, Wilhelm „Von Senckenberg zur Universität“ aus: „Siebenhundert Jahre Heilkunde in Frankfurt am Main“, Frankfurt  a. M. 1939.

Gästebuch Taunus-Observatorium des Physikalischen Vereins.

Gemeindearchiv Glashütten i. Ts.

Siehe auch: Berg, Ingrid „Von der Bretterbude zum Observatorium – die Erdbebenwarte auf dem Kleinen Feldberg“. In: Das Jahrhundert im Taunus, Frankfurt 1999. S. 52f.

Berg, Ingrid „Nebel mit Himmelssicht – ein Besuch beim Taunus-Observatorium auf dem Kleinen Feldberg“. In: Jahrbuch

Flyer Taunusobservatorium

Flyer Taunus-Observatorium (aussen)
Flyer Taunus-Observatorium (innen)

Aus dem Fotoalbum der Familie Schweigmann

 

Am 25.07.2016 fand ein Besuch bei der jetzt über 90 Jahre alten Glashütter Bürgerin Frau Irmgard Schweigmann statt. Ihr Mann, Hans Helmut Schweigmann (1924-2003), war ab Herbst 1956 für die Universität Frankfurt als Verwalter beim Taunus-Observatorium tätig. Die Familie Schweigmann lebte bis 1985 auf dem Kleinen Feldberg. Herr Schweigmann war ein begeisterter Fotograf und hat 14 Fotoalben mit Bildern, im Wesentlichen vom Leben auf dem Kleinen Feldberg, hinterlassen. Aus diesen Alben werden zahlreiche Bilder herausgesucht, zu denen Frau Schweigmann Informationen gibt. Besonders erwähnt sie die Frankfurter Professoren Mügge, Georgi und Berckhemer, mit dessen Familie sie sehr verbunden war, da die Kinder des Ehepaars Berckhemer oft allein zu Besuch bei den Schweigmanns waren. Nachfolger von Herrn Schweigmann waren Herr Rumpel, danach Herr Wolf, der mit Ortrud, der Tochter des Ehepaars Schweigmann, verheiratet war.

In der Zeit zwischen 1952 und 1980 war Josef Brendel aus Oberreifenberg Wetterbeobachter auf dem Kleinen Feldberg. Bei seinem Ausscheiden dankt das Wetteramt Frankfurt ihm für 28 Jahre Tätigkeit für den Wetterdienst.

Der Roman „Nachbeben“ von Dirk Kurbjuweit, erschienen 2004 (Taschenbuchausgabe 20941 bei dtv), spielt auf dem Kleinen Feldberg und gibt bei fiktivem Handlungsverlauf Einblicke in das Leben in luftiger Höhe mit etlichen Bezügen zu Glashütten.

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Ingrid Berg

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