Historie-Arbeitskreis-Glashütten Taunus
Historie-Arbeitskreis-Glashütten Taunus

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Der Ort Glashütten

Ortsgeschichte Glashütten

Abb. 01: Die hügelige Stockbornwiese, Hüttenplatz von 1675-1686 (unterhalb der heutigen Straße „In den Wiesen“), Foto: Ingrid Singh-Brunk.

Der Ort Glashütten hat seinen Ursprung in einer Waldglashütte, die am sogenannten Stockborn, jetzt unterhalb der Nebenstraße des Pfingstborns „In den Wiesen“, betrieben wurde (Abb. 1). Der Glasbrenner Friedrich Kauffelt (um 1637-1.1.1694) aus Lauterberg im Harz hatte die Einrichtung dieses Betriebs im Hinterstaufen im Herbst 1675 beantragt, und die Genehmigung erfolgte bereits im Oktober. 1676 soll in einem Königsteiner Taufbuch eine Taufe „aus der Glashütte“ erwähnt worden sein. Mit größter Sicherheit ist anzunehmen, dass auf dem Platz am Stockborn nicht zum ersten Mal Glas hergestellt wurde. Die Hütte hatte wahrscheinlich seit Beginn des 17. Jahrhunderts zwei Vorgängerhütten, die allerdings nicht lange gearbeitet haben dürften. Auch die Betriebszeit von Kauffelts Hütte dauert nur bis 1686. Der damals unter dem Mainzer Kurfürsten Anselm Franz von Ingelheim tätige Rentmeister Sebastian Straub sah bereits seit 1683 die Umwandlung einer Waldglashütte in eine dörfliche Siedlung als günstige zusätzliche Zins-Einnahmequelle an. Er ließ bereits ab Ende 1683 (bis ca. 1686) unter dem Mainzer Baumeister Vitus Schneyder (in den Akten wird er immer nur Baumeister Veit genannt) die weiter nördlich gelegene Landstraße näher an die Hütte heranlegen, was für den Direktverkauf der Glaswaren günstig war, aber auch eine bessere Voraussetzung für eine dauerhafte Besiedelung bot. Zehn von Straub ausgewählte Männer („Verheiratete, teils Handwerker, teils Taglöhner“) bekundeten im Mai 1685 ihre Siedlungsabsichten. Die endgültige Verleihung von 12 Siedlungsstellen erfolgte am 2. November 1685, allerdings waren es z.T. andere als die zunächst Genannten, nämlich Johann Georg Jung, Johann Kempf, Heinrich Dorn, Elias Gundelach, Wendel Reinheimer, Engelbert Jehin, Andreas Schott, Matthias Lorenz, Johann Jacob Jung, Jakob Gassmann, Philipp Ungeheuer und Philipp Kugelmann. Sechs oder auch sieben der Genannten waren bereits im Glashüttenbetrieb tätig gewesen; Friedrich Kauffelt als Betreiber der Hütte siedelte nicht dort, sondern zog nach Ober­ems, wo er auch verstarb. Hinsichtlich der gemischten Religionsverhältnisse der Familien wurde festgelegt, dass jeder bei seinem Glauben bleiben durfte; neu geborene Kinder sollten aber katholisch erzogen werden. Das hatte zur Folge, dass bei der Taufe dann die Eltern auch zum katholischen Glauben übertraten, oft auch schon früher anlässlich der Übernahme einer Patenschaft. Nachkommen der Familien Kempf, Dorn, Lorenz und Schott gab es noch bis zum Ende des 20. Jahrhunderts in Glashütten; jetzt (im Jahre 2016) mit den ursprünglichen Nachnamen nur noch Dorn und Kempf.

Wichtig und Voraussetzung für die Genehmigung der Ansiedlung war die Einrichtung eines Wirtshauses an der Landstraße, denn nur dadurch konnten zusätzliche Einnahmequellen für den Kurstaat erbracht werden. Johann Georg Jung, er heiratete die Tochter des Schloßborner Schultheißen Heinrich Crafft, war der Erbauer der Krone; eine Gastwirtschaft, die noch bis 1982 in Glashütten betrieben wurde.

Abb. 02: Streufunde von einfachem grünem Waldglas aus der Stockborn-Produktion.

Die Anfänge für die Bewohner des Ortes, dem der Name „Glashütt“ oder ähnlich verblieb, waren äußerst schwierig; der Hausbau, der unter Aufsicht des Baumeisters Schneyder stand, erfolgte nur schleppend. Schultheiß Johannes Hübert von Schloßborn wurde die Aufsicht über die Siedlung gegeben. Auf der Glashütte war zuletzt nur noch Altglas zur Herstellung von Flaschen eingeschmolzen worden; mit dem Ende des Jahres 1686 hörte die Produktion völlig auf. (Abb.2) Am 30. Mai 1687 baten die Glashütter darum, Wiesen am Borner Kirchweg anlegen zu dürfen, was ihnen am 24. Oktober 1687 erlaubt wurde. 1690 wird ein Hüteramt eingeführt; aus 10 Eichenstämmen darf ein Hirtenhaus erbaut werden. (Glashütten hatte noch bis ins 19. Jahrhundert hinein ein Hirtenhaus, ob an der ursprünglichen Stelle, ist fraglich.) Am 8. Juli 1697 erst erfolgte eine genaue Einteilung und Zuordnung der Äcker und Wiesen in je vier Klassen.

Vom 29. auf den 30. Juni 1700 tobte ein so schrecklicher Sturm, der fast alle Dächer im ohnehin ärmlichen Dorf abdeckte und auch im Wald großen Schaden anrichtete.

Die lutherischen oder auch calvinistischen (Elias Gundelach) Glasmacher und späteren Siedler gingen zum Gottesdienst oder Abendmahl nach Oberrod, die katholischen nach Schloßborn. Mit der Ortsgründung wurde das Dorf aber zunehmend ausschließlich katholisch, so dass jahrzehntelang die Schloßborner Kirche mitbenutzt wurde. 1708 sollen in Glashütten (nach den Aufzeichnungen von Georg Piepenbring) bereits drei Gastwirtschaften bestanden haben: Zum Weißen Ross (Engelbert Jehin), Zur Krone (Rupert Mühlbach) und Zum Grünen Wald (Philipp Kroth). 1713 hat angeblich bereits die erste Beerdigung (Jörg Ca. Grot?) in Glashütten stattgefunden. Als ab 1713 die Schloßborner Kirche durch einen Neubau ersetzt werden soll und die Glashütter zum Frondienst herangezogen wurden, was sie verweigerten, kam es zum Kirchenstreit zwischen den beiden Orten, der sehr lange andauerte und immer wieder aufflackerte. Schon vorher hatte es Streitereien gegeben, weil die Glashütter immer einen Fußpfad durch den Schloßborner Gemeindewald benutzt hatten, der ab 1710 dann aber als Feld angelegt wurde, über das die Glashütter trotzdem ihren Gang zur Schloßborner Messe antraten.

Abb. 03: Erste Abbildung der Glashütter Kirche auf einer undatierten Karte, aber später als 1715 (HHStAW Abt. 330 IIIb,4).

Ab 1714 begannen die Glashütter mit dem Bau einer eigenen Kirche. Darüber und über den nicht geleisteten Frondienst entbrannte ein erbitterter Streit, der vor allem auch schriftlich ausgetragen wurde. Dekrete und Protestschreiben wurden ausgewechselt, aber in der angeblich noch ungedeckten Kirche in Glashütten konnte schon 1715 die erste Taufe gespendet werden und am 30. November 1715 der erste Gottesdienst. (Abb. 3) Pfarrer Franciscus Wenzel (auch Wentzell) aus dem Kloster Ilbenstadt übernahm die Seelsorge zusätzlich zu Schmitten, Reifenberg und Seelenberg, das 1695 neu gegründet worden war,. Von Pfarrer Wenzel stammt auch die erste Chronik des Ortes Glashütten, die er allerdings wohl erst nachträglich, als er ab 1744 wieder in sein Kloster Ilbenstadt zurückgekehrt war, aufgezeichnet hat. Daher sind einige Jahreszahlen und Zuordnungen von Glashüttenstandorten nicht eindeutig oder direkt falsch. Zur Zeit des Kirchenbaus lebten in Glashütten 21 Männer, 20 Frauen, drei Witwen, 33 Söhne und 34 Töchter.

1730 musste Pfarrer Wenzel wegen Arbeitsbelastung Glashütten aufgeben, und die Glashütter gingen (widerwillig!) wieder zur Messe nach Schloßborn. Bis zu Beginn des 20. Jahrhunderts wechselten Abschnitte, in denen die Glashütter einen eigenen Pfarrer oder Kaplan hatten, mit Abschnitten, in denen sie nach Schloßborn gehen mussten. Meist waren damit weitere Streitereien verbunden. Mit Johann Röhrig als Kaplan begann 1901 endlich eine längere Zeit mit eigener Pfarrstelle in Glashütten.

1715 wurde der Grenzverlauf zwischen Schloßborn und Glashütten festgelegt. Dieser hatte Bestand bis 1860, als ein Teil des Maisel zu Glashütten kam und gerodet werden durfte, da die Glashütter zu wenig eigenes Ackerland besaßen. 1716 setzte man die Grenzsteine.

Mit einem Lehrer, einem Geistlichen aus Ilbenstadt, ist 1726 der erste Anfang einer Schule im Ort belegt. Es muss auch schon ein kleines Schulhaus gegeben haben. 1730 wird Adam Ardus, der im Tagelohn bei einem Köhler gearbeitet hat, als Lehrer für 14 Schüler angestellt. 1752 hat Glashütten 140 Einwohner, Schultheiß ist Johannes Lorenz, geboren 1701, gestorben am 24.1.1772. Im Kirchturm wird 1754 eine Uhr aufgestellt; von jedem Bürger bekommt Lehrer Ardus für das Aufziehen 12 Kreuzer.

Abb. 04: Kreuz auf Sandsteinsockel (Prozessionsaltar), gestiftet vom Kronenwirt Anton Ochs 1759, Foto: Uwe Berg.

Das Wirtshaus „Krone“ wechselt nicht lange nach Ortsgründung den Besitzer, Antonius Ochs ist Kronenwirt und stiftet im Jahr 1759 zusammen mit seiner Ehefrau seiner Gemeinde einen Prozessionsaltar (Abb. 4) und in 1762 den Marien-Bildstock vor der Kirche (Abb. 5), die dem bekannten Mainzer Baumeister Binterim zugeschrieben wird. Anlass zu Letzterem war der Tod seiner erst 32jährigen Frau. „Cronenwirth“ Ochs muss recht wohlhabend gewesen sein, denn beide Bildstöcke stellten damals einen erheblichen Anschaffungswert dar und sind heute die letzten Zeugnisse aus der Zeit nicht lange nach der Ortsgründung. Der Marienbildstock wurde im Jahr 2004 auf Initiative des Kulturkreises Glashütten durch die Fa. Steyer restauriert. Der Prozessionsaltar stand ursprünglich in der jetzigen Straße „Am Brünnchen“ und wurde 1971 an den Standort bei der Bushaltestelle an der B8 hinter der Kirche gebracht. Er hätte einen besseren Platz verdient und müsste dringend restauriert werden. Bekannt sind die ehemaligen Standorte von fünf Wegkreuzen; leider haben sich nur zwei davon erhalten.

1770 stirbt Lehrer Ardus, Nachfolger wird der Schneider Philipp Sack aus Reifenberg.

Abb. 05: Marienbildstock des Mainzer Baumeisters Binterim, gestiftet von Anton Ochs 1762; Foto: Rudolf Ehrmann.
Abb. 06: Der Ort Glashütten auf einer Karte von 1767 (HHStAW, Abt. 3011, Nr. 946).

Der Ort hat zu dem Zeitpunkt 146 Einwohner mit 19 Schulkindern. 1772 vernichtet ein fürchterlicher Hagelschlag fast die ganze Ernte. Am 11. Juni 1785 werden die Gemarkungsgrenzen neu abgesteint. Schultheiß ist Johannes Halm, und die Gerichtsschöffen sind Johann Kempf und Johann Keller. 1790 beginnt der Ausbau der Limburger Straße, der alten Handelsstraße von Frankfurt nach Köln. Diese große Baumaßnahme, genannt Chaussierung, zieht sich bis 1807 hin. Im Ort Glashütten entsteht hangseitig eine steile Böschung mit einem zweiten Fahrweg, damit die Äcker (dort meist Kartoffelanbau) mit Fuhrwerken zu erreichen waren (Reste heute noch zu sehen ab Hochstraße in Richtung Ortsausgang). 1795 ereignet sich in der „Krone“ ein Zwischenfall, der unter „Wirt Ochs von Glashütten verwundet englischen Offizier“ in die Akten eingegangen ist (HHStAW 106/4226). 1801 stirbt der Lehrer Philipp Sack, sein Nachfolger wird Mathias Riespeckt, ein Weber aus Falkenstein. Durch den Reichsdeputationshauptschluss werden die geistlichen Besitztümer, so auch das Mainzer Kurfürstentum, aufgelöst. Glashütten kommt zu Nassau-Usingen. Nassau tritt 1806 dem Rheinbund bei und wird unter dem Protektorat Napoleons Herzogtum. Anfang Januar 1810 stirbt Lehrer Riespeckt. Für ein ¾ Jahr übernimmt der schon alte Johann Ardus die Vertretung, ehe Johann Halm (ca. 1810 – 1840) nach herzoglicher Verfügung Lehrer wird. Er ist der Verfasser der Halm’schen Schulchronik, die sich leider im Original nicht erhalten hat, die aber Grundlage von allen folgenden „Chroniken“ wurde, z.B. die von Georg Piepenbring und dem Bericht von A. v. Cohausen.

Abb. 07: Kirche Heilig Geist, noch mit Barockaltar; Foto aus Nachlass Helmut Müller.

1813 zogen während der Befreiungskriege westwärts ziehende Franzosen, nachfolgende Preußen, Bayern, Österreicher und Kosaken durch das Land. Sie schleppten Typhus und andere Krankheiten ein. Vom 1. Oktober 1813 bis 1. April 1814 wurden in Glashütten 90 Einwohner krank, 12 starben.

Nach der Säkularisation des Königsteiner Kapuzinerklosters werden Gegenstände auf die umliegenden Kirchengemeinden verteilt. Glashütten erhält: 3 schlechte Bilder, 1 kleine Schelle, ein altes im Garten des Klosters gestandenes Kruzifix, 4 Messgewänder (1 rotes ohne Kelchgedeck, 3 weiße), 1 Ciborium (Abb. 7).

1817 wird zum ersten Mal ein Schulhaus erwähnt (Hinweis: 1847 abgebrochen).

1818 wird auf Grund der Nassauischen Reformen das Schulwesen

gestrafft, die Lehrer erhalten eine feste Wohnung und 130 Gulden im Jahr; Stolgebühren (Amtsnebenbezüge) und andere „Gefälle“ werden aufgehoben. 1827 wird neu ein Bistum Limburg gegründet; die Pfarrei Schloßborn und damit auch Glashütten kommen zum neuen Bistum (vorher Trier). Die nassauische Regierung ordnet am 19. November 1827 den Sonntagsgottesdienst an; den Glashüttern stehen in Schloßborn zehn Kirchenstühle zur Verfügung, wogegen die Schloßborner aber protestieren. Es kommt wieder zu massiven Streitigkeiten.

1840 hat Glashütten 41 Wohngebäude und in 58 Familien 276 Einwohner, die an Vieh vier Pferde, 105 Stück Rindvieh, 72 Schweine, 12 Ziegen und drei Bienenstöcke besitzen. Im Haushalt der Gemeinde werden im Jahr 1840 Geldmittel für Maurerarbeiten zur Einrichtung einer Backstube in dem Backhaus eingestellt. 1846 wird das neue Schulhaus fertig, das nach Aufstockung und Umbau bis 1963 benutzt wurde 1848 wird die Weidgerechtigkeit aufgehoben. 1849 zieht Christoph Gottschalk aus Altenhain (geb. 1814) nach Glashütten und betreibt dort ab 1853 das Bäckerhandwerk. (In der alten Bäckerei befindet sich seit 2013 das Café Sabel). Er ist Vorfahr des späteren Bürgermeisters Franz Johann Gottschalk (1922 - 1997).

Abb. 08: Ein Teil (rot umrandet) der Schloßborner Gemarkung kommt 1860 zu Glashütten, Grafik: Uwe Berg.

Eine für die Glashütter Bevölkerung ganz wichtige Entscheidung wird 1860 getroffen. Ein Teil des zur Gemarkung Schloßborns gehörenden Maisels wird an Glashütten abgetreten, darf gerodet werden und ergänzt den bisher kärglichen Wiesen- und Felderbestand der Glashütter. Die Entscheidung der Abtretung war problemlos, weil der besagte Waldbestand ohnehin in Staatsbesitz (Domänenwald) war, der von Schloßborn nicht genutzt werden konnte. (Abb. 8)

In der Gebäudesteuerrolle von 1867 ist die Gemeinde Glashütten als Eigentümerin der Kirche ausgewiesen. Eine eindeutige Klärung der Besitzverhältnisse von Kirche und Turm erfolgte erst im Jahre 2003.

Weil Herzog Adolph von Nassau im Deutschen Krieg auf die Seite Österreichs trat, wird auch Glashütten am 20. September 1866 preußisch. Es gehört zum Obertaunuskreis in der preußischen Provinz Hessen-Nassau. In den Jahren zwischen 1870 und 1880 wird das erste Mal die Briefpost von einem Briefträger, der zu Fuß von Königstein kommt, ausgetragen.

Im Adress-Handbuch von 1886/87 wird die Einwohnerzahl mit 233 angegeben; Bürgermeister ist F. Dorn.

 

Abb. 09: Fahne des Gesangvereins Concordia (im Bestand des Gemeindearchivs Glashütten).

1889 wird das Forsthaus in Glashütten bezogen; es hat die Adresse „Nebenweg nach Cröftel“, auch „Cröfteler Pfad Nr. 21“. Josef Dorn ist Hegemeister. Glashütten gehört zur Oberförsterei Königstein. Es hat keinen eigenen Gemeindewald, 650 ha sind Staatsforst, seit 1848 besitzt Glashütten Jagdrecht.

1895 war am 4. August die Gründerversammlung des Gesangvereins „Concordia“ und am 7. Juli 1896 die Fahnenweihe. Präsident des Vereins war Peter Kempf; Dirigent Lehrer Gasser. (Abb. 9)

Abb. 10: Postkartenansicht mit dem Gasthaus „Zum weißen Ross“.

1897 wird das Kleinkastell Maisel ausgegraben und archäologisch untersucht; der Königsteiner Heimatforscher Georg Piepenbring ist aktiv an den Grabungen beteiligt.

Ab 1900 nimmt der Fremdenverkehr erheblich zu; Glashütten nennt sich selbst Luftkurort, und die Gastwirte Halm (Zum Weißen Ross) und Ochs (Krone) haben je einen neuen Saal gebaut. (Abb. 10)1901 wird die Schule um eine Lehrerwohnung aufgestockt; Bürgermeister ist Anton Keller, Großvater von Anton Keller VII. und Elisabeth (noch als Lisbeth bekannt). Am 17. Juni 1904 findet mit 19 Wagen das Automobilrennen um den Gordon-Bennet-Preis statt, am 13. und 14. Juni 1907 das Kaiser-Preis-Rennen. Beide Rennen führen durch Glashütten. Beim Kaiser-Preis-Rennen verunglückt der Beifahrer Ludwig Faber von den Adler-Werken hinter dem Dorf in Richtung Ober­ems bei Kilometerstein 19,5 tödlich. Zum Gedenken ist dort der Faber-Stein aufgestellt.

Abb. 11: Glashütten um 1907 mit geplanter Eisenbahnlinie; aus „Auf zum Taunus“, Bad Homburg 1908.

Im August und September 1907 wird die durch Glashütten geplante Eisenbahnlinie abgesteckt, zum Bau kommt es allerdings nicht. (Abb. 11)

1908 erhält die Kirche zur Amtszeit von Bürgermeister Anton Keller statt des Dachreiters einen Turm. Die beiden Glocken aus Kirdorf und Kronberg waren für den Dachreiter zu groß gewesen, und der Dachreiter kam ins Wanken. Am 15. September um 17.00 Uhr setzt man den Hahn auf den Turm. Der neue Turm wurde in Fachwerkbauweise zum Gesamtpreis von 4322,30 Mark von der Zivilgemeinde gebaut und bezahlt, da er sich auf gemeindeeigenen Grund befand. Erst 2003 wird dieser Teil dem Kirchenbesitz zugeschlagen. Am 13.7.1909 liefert der Königsteiner Heimatforscher Georg Piepenbring den Entwurf einer ihm in Auftrag gegebenen „Glashütter Chronik“ ab und erhält dafür 6.50 Mark. Das handgeschriebene Schriftstück befand sich allerdings nicht in einem abgeschlossenen Zustand, gegen Ende sind nur noch Stichworte angeführt. Das Original der Chronik war noch um 1985 in der Familie von Anton Keller VII vorhanden, danach ist es verschollen. Es existieren einige (z.T. fehlerhafte) Abschriften.

1912 wird Glashütten mit eigenem Strom versorgt; im Sommer desselben Jahres wird der Küster Johann Ernst I zum Bürgermeister gewählt. 1914 wird der Lehrer Simon zum Kriegsdienst einberufen; seine Stelle nimmt Karl Dielmann aus Frankfurt ein. Mitte des Jahres 1917 muss die größere der beiden Glocken (ehemals aus Kirdorf) zum Einschmelzen abgegeben werden. Im Ersten Weltkrieg waren 32 Bürger aus Glashütten eingezogen, fünf davon sind gefallen: Peter Biel, Peter Gottschalk, Wilhelm Keller, Peter Kempf und Peter Horn, der am 12.1.1919 bei der Unterdrückung von Unruhen bei Hanau aus dem Hinterhalt erschossen wurde. Glashütten gehörte zum Brückenkopf Mainz des linksrheinisch besetzten deutschen Gebietes. Mitte Dezember 1918 wird es dem Hilfskreis Königstein zugeteilt. Am 9. März 1919 wird eine französische Batterie im Dorf einquartiert, 207 Mann eines Gebirgs-Artillerie-Regiments mit ebenso vielen Pferden befinden sich im Dorf.

1921 – 15.11.1923 ist die schlimme Zeit der Inflation. Am 16.6.1927 wird eine Postagentur mit einfachem Betrieb in Glashütten eingerichtet. Von 1926 bis Mai 1945 ist Heinrich Dorn Bürgermeister, dem ab dem 25.6.1945 Bürgermeister Peter Horn, von den Allierten eingesetzt, folgt. Am 16.3.1946 wird Peter Ernst zum Bürgermeister gewählt. Ihm folgt 1956 Franz Johann Gottschalk bis 1979.

Am 6.6.1934 finden sich 18 Männer im Gasthaus „Zur Krone“ zur Gründung der Freiwilligen Feuerwehr zusammen. Weißbindermeister Karl Wick wird zum  Brandmeister gewählt, der die Wehr 25 Jahre lang durch zum Teil schwierige Zeiten führt. Der Verein fühlt sich nicht nur dem Brandschutz verantwortlich, sondern organisiert auch Feste und Veranstaltungen geselliger Art. 1936 wird das Glashütter Schwimmbad eingeweiht. Es bestand offiziell bis zur Zerstörung der Außenanlagen 1945. Die beiden Becken werden jedoch noch weiter benutzt, erst ab 1955 wird „wegen Abbruchs“ keine Versicherung mehr bezahlt, und die Teiche stehen Anglern zur Verfügung (Abb. 12).

Abb. 12: Das frühere Glashütter Schwimmbad heute; Foto: Karl Breitung.

1942 muss die erst 1926 neu aufgehängte Glocke, die auf den Namen des heiligen Petrus Canisius geweiht worden war, zum Einschmelzen vom Turm herunter genommen werden.

1944 werden Evakuierte und Ausgebombte in der Gemeinde untergebracht. In der Nacht vom 18. auf den 19. März fallen Brandbomben, zum größten Teil auf die Felder; am 21. Juli stürzt brennend ein Feindbomber in den Wiesen zwischen Glashütten und Schloßborn ab. Ab dem 2.9.1944 wird in Eigenarbeit aller Männer unter 65 Jahren ein zweiter Brandweiher unterhalb der Gastwirtschaft „Zur Krone“ ausgehoben. Im Februar 1945 geht ein Bombenteppich im Distrikt Dickehaag nieder. Am 22. März stürzt ein deutsches Jagdflugzeug am Glaskopf ab. Gründonnerstag, den 29. März 1945 wird Glashütten durch amerikanische Truppen besetzt. Ab 4.4.1945 muss wegen akuter „Russengefahr“ die Glashütter Bevölkerung rund um die Uhr am Fenster Wache stehen. Es können Absprachen mit den Nachbarn getroffen werden, dass alle zwei Stunden abgewechselt wird, um im Notfall Alarm zu geben. 50 Männer waren an der Front, davon sind sechs gefallen: Franz Dorn, Wilhelm Eigner, Lorenz Ernst, Georg Schott, Peter Simon, Erich Wittlich. Karl Horn ist am 20. November in russischer Kriegsgefangenschaft gestorben. Zum Bürgermeister wird nach Kriegsschluss am 8. Mai Peter Horn ernannt, der durch Wahl am 16.3.1946 von Peter Ernst abgelöst wird. Ab 14.5.1945 wird das Schwimmbad bis auf weiteres geschlossen, auch Kinder dürfen sich dort nicht aufhalten. Am 16.5. wird bekannt gegeben, dass wieder „Russengefahr“ bestünde, daher habe sich jeder männliche Einwohner ab sofort mit einem Knüppel zu bewaffnen. Ab Ende 1945 treffen Flüchtlinge und Heimatvertriebe in Glashütten ein. Die Unterbringung erweist sich als schwierig, es müssen z.T. Zwangseinweisungen vorgenommen werden. Im März 1947 wird der Abbruch des Glashütter Schwimmbades abgelehnt (es war bereits mit Umkleidekabinen usw. ausgestattet; heute sieht man an der Stelle nichts mehr von der ehemaligen Einrichtung). Am 14.9.1947 wird beschlossen, den Lehrer Bretz versetzen zu lassen (die Gemeinde war Schulträger!), und am 20.9.1947 wird Lehrer Peter Biel eingestellt. Der Antrag auf Besetzung der 2. Lehrerstelle wird allerdings am 8.4.1948 abgelehnt.

Am 15.2.1948 wird der Glashütter Karnevalverein gegründet. Zwecks Erteilung einer Genehmigung muss der Landrat des Main-Taunus-Kreises eine Bescheinigung der politischen Unbedenklichkeit der Vorstandsmitglieder einfordern, dazu war er seitens der Militärregierung verpflichtet. Die Veranstaltungen es Vereins werden in der Bevölkerung sehr begrüßt; es bestand erheblicher Nachholbedarf. Am 12.5.1948 wird Bürgermeister Ernst einstimmig wiedergewählt.

In den Jahren zwischen 1948 und 1959 wird die Glashütter Kirche radikal umgebaut; es war ein Bruch mit der Vergangenheit, insbesondere da Barockaltar und Barockkanzel entfernt wurden. Die alte Barockorgel verblieb noch auf der Mitte der Empore; Anfang der 70er Jahre wurde ein Übinstrument an die Seite der Empore gestellt.

Die Familie Willi Kaus stiftet 1951 eine neue Glocke zur Ehre des Heiligen Geistes und im Jahre 1954 eine weitere, die nun als dritte, als große Glocke, im Turm hängt und die Aufschrift „Maria, Hilfe der Christen“ trägt. Die katholische Kirche wird 1955 renoviert. Sie heißt offiziell „Heilig Geist“, und Pfingsten ist jeweils Kerb (Kirchweih); deren Beginn nicht nachzuweisen ist.

Am 18.9.1955 wird die 1953 begonnene evangelische Kapelle in Glashütten eingeweiht, ein inzwischen denkmalgeschützter Kirchenbau der 50er Jahre, der in seiner Schalenbauweise einzigartig dasteht. Architekt war F.A. Breuhaus de Groot, ein Schüler von Peter Behrens. Entwurf und Bauzeichnungen lieferte der Kölner Architekt kostenlos, und die Frankfurter Firma Philipp Holzmann AG erstellte den Rohbau zum Selbstkostenpreis. Der evangelische Pfarrer der Gemeinde, Otto Möhn (1902-1980), hatte diesen Bau mit großem Engagement begleitet und erhebliche eigene Ersparnisse einfließen lassen. Vorher hatte der evangelische Gottesdienst in Glashütten in der katholischen Kirche stattgefunden; Pfarrer Möhn wollte aber eine eigene Kirche für die wachsende evangelische Gemeinde. Für das Schwimmbad zahlt die Gemeinde „wegen Abbruchs“ ab 1955 keine Versicherung mehr. Ab 1956 laufen die Planungen für eine neue Schule; aber erst am 24.5.1961 ist unter Schulleiter Kontek und Lehrerin Fräulein Mathilde Wintermeier die Grundsteinlegung. Der erste Bauabschnitt, bei dem es allerdings bleibt, wird 1963 bezogen.

Im Oktober 1956 wird Franz Johann Gottschalk (1922-1997) Bürgermeister in Glashütten und bleibt in diesem Amt bis 1979.

Abb. 13: Das alte Haus der Familie Georg Schott („Schotte Schorsch“) vor dem Abriss. Heute Limburger Str. 18, Friseursalon K 1; Foto: aus Bestand von Lothar Kopp.

Mit Beginn der 60er Jahre entwickelt sich eine rege Bautätigkeit in Glashütten, die Einwohnerzahl nimmt stark zu. Im Jahre 1962 sind die Kanalisation und die Neuverlegung der Wasserversorgungsleitungen in der Limburgerstraße weitgehend abgeschlossen. Die Eigentümer der östlichen Anliegerseite mussten ca. zwei Meter an jedem Grundstück abgeben, damit die Bundesstraße 8 verbreitert werden konnte. Aus der Zeit um 1964 stammen die heutigen Stützmauern aus Natursteinen, die einen gewissen Bestandschutz haben. (Abb. 13)

1963 wird der erste Bauabschnitt der neuen Grundschule bezogen; es bleibt viele Jahre lang bei einem Provisorium mit zusätzlichen Containern. Die Gemeindeverwaltung zieht in die alte Schule ein, vorher war die Amtsstube im Wohnhaus des jeweiligen Bürgermeisters. Erst im März 1967 wird Glashütten staatlich anerkannter Luftkurort, obwohl er sich schon lange so nannte. Ihm stand bisher nur die Bezeichnung „Erholungsort“ zu. Die Anerkennung als Luftkurort ist allerdings bereits 1987 ausgelaufen. Am 5. Juni 1967 wird der Sportclub Glashütten gegründet; Pfingsten 1971 ist die neue Sporthalle fertig. Die alte Schule bekommt einen Anbau für die Poststelle, der später Jugendraum wird.

Am 1. Januar 1972 erfolgt der freiwillige Zusammenschluss von Glashütten und Ober­ems (Gebietsreform), am 1.8. kommt widerwillig Schloßborn hinzu. Die drei Ortsteile bekommen den Namen Gemeinde Glashütten und gehörten jetzt zum Hochtaunuss-Kreis. Am 25. 8. 1972 wird der Angelsportverein Emsbachtal gegründet, der aber seinen Standort an den Schloßborner Angelteichen hat. 1973 zieht die Gemeindeverwaltung in die Limburger Straße 39 um, schräg gegenüber der alten Schule, in der Räume für die Unterbringung von Sozialhilfeempfängern eingerichtet werden. 1974 bekommt die Gesamtgemeinde ein neues Wappen. Am 10.6.1975 beschließt die Gemeinde, sich mit dem französischen Ort Caromb zu verschwistern, am 19.3.1976 wird der Förderverein der Gemeindepartnerschaft Glashütten-Caromb gegründet; die offiziellen Verschwisterungsfeierlichkeiten finden in den Jahren 1977 und 1978 statt. Am 23. März 1979 wird Theo Kögler als erster außerhalb von Glashütten kommender Bürgermeister und behält dieses Amt bis 1986. Im August 1979 wird mit dem Bau des Bürgerhauses am Schloßborner Weg begonnen, das am 7.2.1981 eingeweiht wird. Hier ist seitdem auch die Gemeindeverwaltung beheimatet.

Abb. 14: Professor Helmut Erlinghagen, der erste Vorsitzende nach Gründung des Vereins „Kulturkreis Glashütten e.V.“; Foto aus Bestand von Ingrid Berg.

Auf einstimmigen Beschluss der Gemeindevertretung wird, „um das Bürgerhaus mit kulturellem Leben zu erfüllen“, angeregt, einen Kulturkreis Glashuetten e.V. (http://www.kulturkreis-glashuetten.de/) zu gründen; die Gründung erfolgt am 13.12.1983 (Eintragung als e.V. in 1984), der erste Vorsitzende ist Professor Helmut Erlinghagen (Abb. 14), der allerdings bereits im Herbst 1987 verstirbt. Nachfolgerin ist Ingrid Berg, die dieses Amt bis 2008 innehat. Bürgermeister von 1979 – Januar 1986 ist Theo Kögler. Während seiner Amtszeit wird im Rahmen des Dorferneuerungsprogramms das alte Rathaus in Ober­ems umgebaut und erweitert (Architekt Axel Sowaidnig) und unter Bürgermeister Diehl 1986 eingeweiht. Nach einem halben Jahr Übergangszeit (13.1.1986 -30.6.1986) unter Bernd Dönicke als ehrenamtlicher kommissarischer Bürgermeister übernimmt Helmut Diehl vom 1.7.1986 – 1998 als vom Parlament gewählter hauptamtlicher Bürgermeister diese Aufgabe. Nachfolgerin ist – erstmalig in Direktwahl 1998 gewählt – Jutta Nothacker, die das Amt 2009 an Thomas Fischer abgibt. Ihm folgt durch die Wahl am 28.9.2014 Brigitte Bannenberg. Während der Amtszeit von Jutta Nothacker werden die beiden Versorgungsmärkte am Dornsweg konzipiert und errichtet, das seit 40 Jahren geplante Kleinsportfeld wird unter Bürgermeister Thomas Fischer Wirklichkeit.

Am 9.3.1994 diskutieren anlässlich der Jubiläumsveranstaltung „10 Jahre Kulturkreis Glashütten“ im Bürgerhaus die Kulturdezernentin der Stadt Frankfurt, Linda Reisch, der Bad Homburger Oberbürgermeister Wolfgang Assmann und die Vorsitzende des Vereins, Ingrid Berg, über das Thema „Kultur im Spannungsfeld Stadt-Land“. Unter der Moderation von Ruth Fühner vom Hessischen Rundfunk klangen schon damals viele Probleme an, die später, auch auf anderen Ebenen, noch deutlicher artikuliert werden sollten.

Am 21.5.1996 feiert der in Schloßborn lebende Komponist und Frankfurter Hochschulprofessor Klein seinen 75. Geburtstag, den der Kulturkreis Glashütten mit einem Festkonzert ausrichtet. Die Laudatio hält Professor Jürgen Blume von der Universität Mainz. Noch weitere besondere Geburtstage des Komponisten werden durch den Kulturkreis gestaltet. Professor Klein verstirbt am 17.12.2011.

Im September 2000 beschließt der Verwaltungsrat der Kirchengemeinde Glashütten, die Heilig-Geist-Kirche zu renovieren; nach gut vier Jahren ist dieses Jahrhundertwerk geleistet worden, alle Maßnahmen wurden durch Hermann-Josef Lüther ausführlich dokumentiert. Die kleine, bisher nur ausgeliehene Üborgel wird um ein eigenes Pedalregister und zwei neue Manualregister erweitert und ist dadurch ein vollwertiges Instrument.

Der Kulturkreis Glashütten setzt sich, intensiv unterstützt durch Heinz Benkert, Helmut Müller, Horst Nauk und Werner Loibl, für die archäologische Erforschung der Taunusregion ein. Dafür konnte der Archäologe Peter Steppuhn gewonnen werden, den Ingrid Berg auf einer Tagung der Deutschen Glastechnischen Gesellschaft in Hadamar kennengelernt hatte. Die erste Grabung „An der Emsbachschlucht“ erbringt im Jahr 2000 ermutigende Ergebnisse. Vom 9.-12. Mai 2002 findet in den Räumen des Collegiums Glashütten (Ober­ems) das „2. Internationale Symposium zur Erforschung mittelalterlicher und neuzeitlicher Glashüttenstandorte Europas“ statt. Danach folgen weitere drei Grabungen, Publikationen, Fachvorträge, museale Einrichtungen und anderes mehr. Noch immer (2016) ist das Taunusglas begehrtes Forschungsmaterial in der Wissenschaft, derzeit insbesondere an der Universität Jena (Otto-Schott-Institut) im Bereich der Archäometrie.

Am 15. Juli 2005 wird der Obergermanisch-Raetische Limes im südafrikanischen Durban zum Weltkulturerbe der UNESCO erklärt; 2008 gründet sich die gemeinnützige Limeserlebnispfad GmbH, in deren Beirat 2009 Ingrid Berg berufen wird.

 

Abb. 15: Abriss der alten Schule in der Limburger Straße; Foto: Uwe Berg.

2011 wird die alte Schule in der Limburger Straße abgerissen, in der zwischenzeitlich die Gemeindeverwaltung untergebracht war, ferner in einem Anbau die Post, danach der Jugendraum. Sie diente auch als Obdachlosenunterkunft und als Abstellraum (Abb. 15).

 

Am 9.8.2013 wird der von der Glashütter Keramikerin Ines Nickchen initiierte und gestaltete waldGLASweg unter großer Publikumsbeteiligung eröffnet  (Abb. 16). Gefertigt wurden die Glasobjekte im Wald durch Studierende der Fachschule für Glasbautechnik, Vilshofen, unter Fachoberlehrer Andreas Hart; die Texte erarbeitete Ingrid Berg.

Abb 16 Einweihung waldGLASweg mit Landrat Ulrich Krebs

Zur Gemarkung Glashütten (Abb. 17) gehören auch die Gaststätte „Rotes Kreuz“ und ein Teilbereich des „Römerkastells Kleiner Feldberg“, ferner das Gebiet des Kleinen Feldbergs mit dem sogenannten Taunusobservatorium (Abb. 18).

Abb. 17 Gemarkung Glashütten, Taunus (violette Grenzlinien und Orte)
Abb. 18 Blick vom Großen Feldberg auf den Kleinen Feldberg mit dem Taunus-Observatorium

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